Deutsche Tageszeitung - Venezolanische Oppositionsführerin Machado blickt auf "neue Ära" ohne Maduro

Venezolanische Oppositionsführerin Machado blickt auf "neue Ära" ohne Maduro


Venezolanische Oppositionsführerin Machado blickt auf "neue Ära" ohne Maduro
Venezolanische Oppositionsführerin Machado blickt auf "neue Ära" ohne Maduro / Foto: © AFP/Archiv

Inmitten anhaltender Spannungen zwischen Venezuela und den USA hat die venezolanische Oppositionspolitikerin María Corina Machado ihre Vision einer Zukunft ohne Präsident Nicolás Maduro entworfen. "Wir stehen an der Schwelle zu einer neuen Ära", sagte die untergetauchte Oppositionelle und Friedensnobelpreisträgerin in einem am Dienstag in Onlinediensten veröffentlichten Video. "Der lange und gewalttätige Machtmissbrauch dieses Regimes nähert sich einem Ende."

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In ihrer Videobotschaft versprach Machado für die Zeit nach Maduro das Abhalten von Wahlen in Venezuela "unter sicheren Bedingungen und ohne Manipulationen". Maduros "kriminelles Regime" müsse für seine Taten zur Rechenschaft gezogen werden, forderte sie. Zu diesen Taten gehöre die Inhaftierung tausender "politischer Gefangener".

"Venezuela wird erst dann vollständig aufstehen, wenn diejenigen, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben, vor Gericht und vor der Geschichte zur Rechenschaft gezogen werden", sagte Machado.

Die venezolanische Opposition hatte Machado im vergangenen Jahr zur Präsidentschaftskandidatin gekürt. Sie galt als Favoritin gegen den Amtsinhaber Maduro – bis die Behörden ihr die Kandidatur untersagten.

Die Oppositionspolitikerin wird von ihren Anhängern als "La Libertadora" gefeiert, als "Befreierin". Obwohl ihr in ihrer Heimat die Festnahme droht und zahlreiche Oppositionelle im Gefängnis sitzen, hat sie das Land nicht verlassen, sondern ist untergetaucht. Sie tritt unangekündigt auf, hält etwa eine Rede auf der Ladefläche eines Lieferwagens und flieht anschließend auf einem Motorrad.

Am 10. Oktober wurde Machado mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Anschließend dankte sie US-Präsident Donald Trump für seinen Einsatz in Venezuela.

Seit September greift die US-Marine immer wieder Boote mutmaßlicher Drogenschmuggler in der Karibik und im östlichen Pazifik an. Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Venezuelas linksnationalistischer Präsident Maduro vermutet dagegen US-Pläne zu seinem Sturz. Die US-Regierung sieht Maduro nicht als rechtmäßigen Präsidenten Venezuelas an.

(G.Khurtin--DTZ)

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