Deutsche Tageszeitung - Bundesverfassungsgericht entscheidet über Bezahlung von Berliner Beamten

Bundesverfassungsgericht entscheidet über Bezahlung von Berliner Beamten


Bundesverfassungsgericht entscheidet über Bezahlung von Berliner Beamten
Bundesverfassungsgericht entscheidet über Bezahlung von Berliner Beamten / Foto: © AFP/Archiv

Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe veröffentlicht am Mittwoch (09.30 Uhr) eine Entscheidung über die Bezahlung von Beamten. Konkret geht es um die Besoldung von Berliner Beamten beispielsweise der Polizei, der Verwaltung und der Feuerwehr in den Jahren 2008 bis 2017. Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, weil auch Gerichte aus anderen Bundesländern Karlsruhe nach der Rechtmäßigkeit der Bezahlung von Landesbeamten oder Richtern fragten. So bat etwa das schleswig-holsteinische Verwaltungsgericht das Verfassungsgericht erst vor wenigen Tagen um eine Prüfung der Bezüge für 2022. (Az. 2 BvL 20/17 u.a.)

Textgröße ändern:

Im Jahr 2020 entschied Karlsruhe bereits, dass Berlin seine Richter und Staatsanwälte jahrelang zu schlecht bezahlte. Das Land musste die Besoldung verfassungskonform neu regeln. Beamte müssen mindestens 15 Prozent mehr Geld verdienen als Menschen in der Grundsicherung. In Umsetzung der Rechtsprechung aus Karlsruhe soll auch die Versorgung von Bundesbeamten neu geregelt werden. Nach Angaben einer Sprecherin des Bundesinnenministeriums ist "zeitnah" ein Gesetzentwurf geplant, um den Tarifabschluss für den öffentlichen Dienst auf die Bundesbesoldung zu übertragen. Eine angemessene Alimentation solle sichergestellt werden, um so die neuere Rechtsprechung umzusetzen.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Krankenkassenausgaben für Medikamente erneut gestiegen - AOK fordert Reform

Die Ausgaben der Gesetzlichen Krankenversicherung für Medikamente sind im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 2024 lagen diese bei 59,3 Milliarden Euro und damit mehr als neun Prozent über dem Vorjahreswert, wie aus dem am Dienstag in Berlin veröffentlichten sogenannten Arzneimittelkompass der AOK hervorgeht. Preistreiber waren demnach vor allem patentgeschützte Medikamente.

Spionageverdacht nach Cyberattacke auf CDU: Generalbundesanwalt ermittelt

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen zu einem Hackerangriff auf die CDU vor anderthalb Jahren übernommen. Wie ein Sprecher der Karlsruher Behörde am Dienstag auf Anfrage sagte, geht es um den Verdacht der Spionage. Zuerst hatten nach der Cyberattacke im Frühling 2024 die Behörden in Nordrhein-Westfalen ermittelt, wo der angegriffene Dienstleister saß.

Junge Union lässt nicht locker: Winkel fordert Kostenbegrenzung bei Rentenreform

Nach der Verabschiedung die Rentenpakets im Bundestag hat die Junge Union ihre Forderung nach einer grundlegenden Reform zur Kostenbegrenzung bei der Alterssicherung bekräftigt. "Wir haben mit diesem Rentenpaket den Reformbedarf nicht gelindert, sondern gestärkt", sagte JU-Chef Johannes Winkel dem "Stern" laut Vorabmeldung vom Dienstag. "Deshalb muss das von der Regierung versprochene nächste Rentenpaket ein Erfolg werden."

Rechtspopulist Andrej Babis zum tschechischen Regierungschef ernannt

Der rechtspopulistische Milliardär Andrej Babis ist offiziell von Tschechiens Präsident Petr Pavel zum Regierungschef ernannt worden. "Ich verspreche allen Bürgern der Tschechischen Republik, mich im In- und Ausland für ihre Interessen einzusetzen", sagte Babis bei seiner Ernennung am Dienstag. Seine Partei Ano war Anfang Oktober als Sieger aus der Parlamentswahl hervorgegangen.

Textgröße ändern: