Deutsche Tageszeitung - Frankreichs Regierung: "Unsere Kinder werden nicht in der Ukraine sterben"

Frankreichs Regierung: "Unsere Kinder werden nicht in der Ukraine sterben"


Frankreichs Regierung: "Unsere Kinder werden nicht in der Ukraine sterben"
Frankreichs Regierung: "Unsere Kinder werden nicht in der Ukraine sterben" / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer aufsehenerregenden Forderung des französischen Generalstabschef nach einer größeren Opferbereitschaft der Franzosen bemüht sich die Regierung in Paris um Besänftigung. "Unsere Kinder werden nicht in der Ukraine kämpfen und sterben", sagte Regierungssprecherin Maud Bregeon am Freitag im Sender TF1. Sie erinnerte daran, dass Frankreich derzeit eine Berufsarmee habe.

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Der Generalstabschef habe von Soldaten gesprochen, die weltweit im Auslandseinsatz seien. "Man kann nicht ignorieren, dass eine gewisse Anzahl dieser Soldaten bei Auslandseinsätzen gefallen ist", sagte Bregeon. Sie bestätigte, dass es Überlegungen gebe, einen freiwilligen Wehrdienst einzuführen. "Aber so weit sind wir noch nicht", fügte sie hinzu.

Am Dienstag hatte Generalstabschef Fabien Mandon auf einer Tagung französischer Bürgermeister warnende Worte gesprochen, die viel Kritik ausgelöst hatten. "Wenn unser Land schwankt, weil es nicht bereit ist, seine Kinder zu verlieren, dann sind wir in Gefahr", hatte er betont.

Frankreich habe sein Wissen, die wirtschaftliche und demografische Stärke, "um das Moskauer Regime abzuschrecken", sagte Mandon. "Was uns fehlt, ist die geistige Stärke, Leid zu akzeptieren, um zu schützen, wer wir sind", fügte er hinzu und forderte die Bürgermeister auf, in ihren Kommunen darüber zu sprechen.

Zahlreiche Oppositionspolitiker beider Seiten hatten diese Formulierung angeprangert. Manche warfen dem Generalstabschef vor, seine Kompetenzen zu überschreiten. "Es ist nicht seine Rolle, die Bürgermeister oder sonst wen zur Vorbereitung auf kriegerische Handlungen aufzufordern, die von niemandem beschlossen wurden", schrieb der linkspopulistische Politiker Jean-Luc Mélenchon im Onlinedienst X. Der rechtspopulistische Vize-Parteichef des Rassemblement National, Sébastien Chenu, erklärte, Mandon sei "nicht berechtigt", solche Warnungen auszusprechen.

(L.Møller--DTZ)

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