Deutsche Tageszeitung - Nach Schüssen auf Nationalgardisten: Verdächtiger plädiert auf nicht schuldig

Nach Schüssen auf Nationalgardisten: Verdächtiger plädiert auf nicht schuldig


Nach Schüssen auf Nationalgardisten: Verdächtiger plädiert auf nicht schuldig
Nach Schüssen auf Nationalgardisten: Verdächtiger plädiert auf nicht schuldig / Foto: © AFP

Knapp eine Woche nach den Schüssen auf zwei US-Nationalgardisten in Washington hat der Tatverdächtige bei einer Gerichtsanhörung auf nicht schuldig plädiert. Der Sender CNN und andere US-Medien berichteten am Dienstag, die Richterin habe fortgesetzte Untersuchungshaft für den Afghanen bis zur nächsten Gerichtsanhörung Mitte Januar angeordnet. Die Staatsanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Schützen Mord an einer Soldatin und versuchten Mord an ihrem Kollegen vor.

Textgröße ändern:

Der 29-jährige Rahmanullah L. war vergangene Woche Mittwoch unter dem Verdacht festgenommen worden, im Zentrum von Washington eine Soldatin und einen Soldaten niedergeschossen zu haben. Die 20-jährige Frau starb kurz nach dem Angriff, der 24-jährige Mann wurde schwer verletzt. Der mutmaßliche Täter wurde ebenfalls verletzt und wohnte der Gerichtsanhörung per Videokonferenz aus seinem Krankenhausbett bei.

Der Tatverdächtige war laut US-Medienberichten im Jahr 2021 nach dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan im Rahmen eines offiziellen Aufnahmeprogramms in die USA eingereist. Er hatte in seiner Heimat unter anderem mit dem US-Auslandsgeheimdienst CIA zusammengearbeitet. Berichten zufolge beantragte er 2024 Asyl, was ihm demnach im April 2025 gewährt wurde, also nach dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump.

US-Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte am Wochenende gesagt, der mutmaßliche Täter habe sich wahrscheinlich nach seiner Einreise in die USA "radikalisiert". US-Medien berichten dagegen unter Berufung auf Hilfsorganisationen, der Mann habe ab 2023 Anzeichen psychischer Probleme gezeigt und sich zunehmend isoliert. Eine Radikalisierung sei dagegen nicht erkennbar gewesen.

(T.W.Lukyanenko--DTZ)

Empfohlen

Vance will in Pakistan mit Iranern über Friedenslösung verhandeln

Ab Samstag will eine US-Delegation mit Vizepräsident JD Vance an der Spitze in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad mit Vertretern aus Teheran über eine dauerhafte Friedenslösung im Iran-Krieg verhandeln. Vor seinem Abflug nach Pakistan am Freitag hatte Vance sich "optimistisch" geäußert, dass es zu einer Einigung kommen werde. Gleichzeitig warnte er Teheran davor, "Spielchen zu spielen".

Ukraine-Krieg: 32 Stunden Feuerpause zum orthodoxen Osterfest

Im Ukraine-Krieg sollen zum orthodoxen Osterfest am Wochenende für 32 Stunden die Waffen schweigen. Auf Beschluss von Kreml-Chef Wladimir Putin gelte "ein Waffenstillstand vom 11. April, 16.00 Uhr (15.00 Uhr MESZ), bis zum Ende des Tages am 12. April 2026 ", erklärte der Kreml. Der Generalstab der russischen Armee sei angewiesen worden, "die Kampfhandlungen in allen Richtungen für diesen Zeitraum einzustellen".

Trump: Straße von Hormus wird "ziemlich bald" geöffnet

US-Präsident Donald Trump geht nach eigenen Angaben von einer baldigen Öffnung der Straße von Hormus aus. "Wir werden den Golf mit oder ohne sie (die Iraner) öffnen", sagte Trump am Freitag vor Journalisten. "Ich denke, es wird ziemlich schnell passieren, und wenn nicht, werden wir es zu Ende bringen." Trump fügte hinzu: "Wir werden das ziemlich bald offen haben."

Ex-US-Vizepräsidentin Harris deutet erneute Präsidentschaftskandidatur an

Knapp anderthalb Jahre nach ihrer Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl hat die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris eine erneute Kandidatur angedeutet. Bei einer Veranstaltung einer Bürgerrechtsorganisation in New York sagte Harris am Freitag auf eine entsprechende Frage: "Ich könnte, ich könnte. Ich denke darüber nach!" Es war Harris' bisher stärkster Hinweis darauf, dass sie bei Wahl im Jahr 2028 erneut antreten könnte.

Textgröße ändern: