Deutsche Tageszeitung - Im Kanzleramt: Politische Vereinbarung für Olympia geschlossen

Im Kanzleramt: Politische Vereinbarung für Olympia geschlossen


Im Kanzleramt: Politische Vereinbarung für Olympia geschlossen
Im Kanzleramt: Politische Vereinbarung für Olympia geschlossen / Foto: © IMAGO/SID

Nächstes politisches Bekenntnis zur Olympia-Bewerbung: Bundeskanzler Friedrich Merz, DOSB-Präsident Thomas Weikert und die zuständigen Ministerpräsidenten beziehungsweise die Oberbürgermeister der Bewerberstädte haben am Donnerstag im Bundeskanzleramt in Berlin eine politische Vereinbarung zur deutschen Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele unterzeichnet.

Textgröße ändern:

"Mit der Vereinbarung bekräftigen die Partner sowohl das gemeinschaftliche Handeln für eine deutsche Bewerbung als auch den Bewerbungsprozess des Deutschen Olympischen Sportbundes", teilte das Presse- und Informationsamt der Bundesregierung mit: "Die Spiele sind unabhängig vom Austragungsort ein nationales Gemeinschaftsprojekt. Sie bewegen: weltweit, national und regional. Sie begeistern, sie bringen zusammen, schaffen Verbindungen. Sie ermutigen und richten den Blick nach vorn. Sie sind das wichtigste sportpolitische Ziel der Bundesrepublik Deutschland."

Deutschland bewirbt sich beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) um die Ausrichtung der Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044. Der deutsche Bewerber soll Ende September 2026 bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung in Baden-Baden gekürt werden. München, Berlin, Hamburg und Köln/Rhein-Ruhr wollen die Spiele. Seit vergangener Woche ist Deutschland bereits offizieller Bewerber beim IOC. Wann diese drei Sommerspiel-Editionen durch die Ringe-Organisation vergeben werden, ist noch offen.

CDU-Politiker Merz erklärte: "Unseren Olympiasiegerinnen und -siegern von morgen wollen wir ein Heimspiel ermöglichen. Die gesamte Bundesregierung - mich eingeschlossen - unterstützt die Bewerbung des deutschen Sports voll und ganz. Wir wollen die Spiele endlich wieder in Deutschland feiern."

Er freue sich, "dass wir dieses nationale Gemeinschaftsprojekt weiter vorantreiben und den vereinbarten Kurs entschlossen weiterverfolgen", sagte DOSB-Präsident Weikert, dessen Verband am Samstag bei seiner Mitgliederversammlung den Entscheidungsweg festlegen will. "Die Rolle des DOSB ist klar: Als Nationales Olympisches Komitee leiten wir den nationalen Auswahlprozess, an dessen Ende das beste Konzept für Deutschland mit den besten internationalen Erfolgschancen steht", so Weikert.

Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt, erklärte: "Die politische Vereinbarung zeigt unsere Entschlossenheit für die deutsche Bewerbung und die Geschlossenheit von Sport und Politik. Die Vereinbarung eint uns im weiteren Bewerbungsprozess." Die Politik stelle sich "an die Seite des Sports, der am meisten durch die Bewerbung und eine Austragung der Spiele in unserem Land profitieren kann."

(V.Varonivska--DTZ)

Empfohlen

Diplomatenkreise: USA übergeben zwei wichtige Nato-Kommandoposten an Europäer

Die USA übergeben Diplomatenkreisen zufolge zwei wichtige regionale Kommandoposten bei der Nato an europäische Staaten. Washington werde die Leitung des für den Süden zuständigen Nato-Kommandos in Neapel an Italien und die Leitung des für den Norden zuständigen Kommandos in Norfolk im US-Bundesstaat Virginia an Großbritannien abgeben, wie die Nachrichtenagentur AFP am Montag aus Nato-Diplomatenkreisen erfuhr. Die USA werden demnach im Gegenzug das Kommando über die Nato-Seestreitkräfte mit Sitz in Großbritannien übernehmen.

Trotz Festnahme von Vertrautem: Nobelpreisträgerin Machado will nach Venezuela zurück

Trotz der erneuten Festnahme eines ihrer Vertrauten will die venezolanische Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado in ihre Heimat zurückkehren. Die Festnahme von Juan Pablo Guanipa nur wenige Stunden nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis werde sie nicht von ihrem Vorhaben abhalten, sagte die Oppositionspolitikerin am Montag in Washington der Nachrichtenagentur AFP. "Das beeinflusst meine Rückkehr absolut nicht. Im Gegenteil."

Epstein-Komplizin Maxwell verweigert Aussage und fordert Begnadigung durch Trump

Die Komplizin des verstorbenen US-Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, Ghislaine Maxwell, hat eine Anhörung im US-Repräsentantenhaus verweigert. Maxwell berief sich am Montag auf ihr Recht zu schweigen, wie der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses, James Comer, mitteilte. Sie sei nach Angaben ihres Anwalts nur dann zu einer Aussage bereit, wenn US-Präsident Donald Trump sie begnadige.

US-Vizepräsident JD Vance besucht Armenien und Aserbaidschan

US-Vizepräsident JD Vance ist am Montag nach Armenien gereist. Nach Beratungen mit dem armenischen Regierungschef Nikol Paschinjan in der Hauptstadt Eriwan will er am Dienstag ins Nachbarland Aserbaidschan weiterreisen. US-Präsident Donald Trump hatte angekündigt, Vance werde die beiden Kaukasusstaaten besuchen, um die "Friedensbemühungen" der USA fortzusetzen.

Textgröße ändern: