Deutsche Tageszeitung - Fünf Drohnen über französischem Atom-U-Boot-Stützpunkt gesichtet

Fünf Drohnen über französischem Atom-U-Boot-Stützpunkt gesichtet


Fünf Drohnen über französischem Atom-U-Boot-Stützpunkt gesichtet
Fünf Drohnen über französischem Atom-U-Boot-Stützpunkt gesichtet / Foto: © X02520/AFP/Archiv

Fünf Drohnen unbekannter Herkunft sind über dem französischen Atom-U-Boot-Stützpunkt Île Longue bei Brest gesichtet worden. Es seien Maßnahmen zur Drohnenabwehr ergriffen worden, teilte die Gendarmerie am Freitag mit. Die für die Bewachung der U-Boot-Basis zuständigen Marine-Infanteristen hätten mehrere Drohnen-Abwehrschüsse abgegeben. Die Staatsanwaltschaft äußerte sich zunächst nicht dazu. Es ist nicht das erste Mal, dass das Gebiet von Drohnen überflogen wurde. Bereits Mitte November waren Drohnen über der Halbinsel Crozon im französischen Atlantik gesichtet worden.

Textgröße ändern:

An dem Marinestützpunkt Île Longue werden die vier französischen U-Boote gewartet, die zur nuklearen Abschreckung Frankreichs zählen. Sie werden nuklear angetrieben und sind mit ballistischen Raketen ausgestattet. Mindestens eines von ihnen ist kontinuierlich auf See. Der Stützpunkt bei Brest wird von 120 Gendarmen in Zusammenarbeit mit den Marine-Infanteristen bewacht.

In Deutschland waren zwischen Januar bis Mitte Oktober 2025 insgesamt rund 850 verdächtige Drohnensichtungen registriert worden. Die Drohnen überflogen unter anderem militärische Einrichtungen, Rüstungsunternehmen, aber auch Elektrizitätsversorger oder Wasserwerke. Auch in anderen nord- und osteuropäischen Ländern hatte es zuletzt verdächtige Drohnenüberflüge gegeben, hinter denen die Regierungen der betroffenen Länder teils Russland vermuten.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Seit fast 35 Jahren in USA lebender Mexikaner von ICE-Mitarbeiter erschossen

Bei einer Fahrzeugkontrolle im US-Bundesstaat Texas hat ein Mitarbeiter der umstrittenen Einwanderungsbehörde ICE einen Mexikaner erschossen, der nach Angaben seiner Familie seit fast 35 Jahren in den USA lebte. ICE-Mitarbeiter hätten am Dienstag in Houston versucht, das Auto von Lorenzo Salgado zu stoppen, erklärte das US-Heimatschutzministerium auf X. Der Mann habe aber "versucht, sich der Festnahme zu entziehen".

Polizei: Fünfter Castortransport durch Nordrhein-Westfalen ohne Zwischenfälle

Ein fünfter Castortransport durch Nordrhein-Westfalen von Jülich bei Aachen nach Ahaus in Münsterland ist nach Polizeiangaben ohne Zwischenfälle verlaufen. Der von Einsatzkräften der Polizei zum Schutz der Atommüllbehälter abgesicherte Konvoi erreichte in der Nacht zum Mittwoch das Brennelementezwischenlager Ahaus, wie die Polizei in Münster mitteilte.

USA greifen "massiv" den Iran an - Teheran attackiert Bahrain und Kuwait

Eigentlich gilt im Iran-Krieg eine Waffenruhe, doch nun scheint die Lage erneut zu eskalieren: Die USA haben nach eigenen Angaben in der Nacht zum Mittwoch "massive Angriffe" ausgeführt und dabei mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen. Teheran drohte umgehend mit Vergeltung - und griff nach eigenen Angaben US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain an.

US-Armee meldet Angriffe auf mehr als 80 iranische Ziele

Die US-Armee hat bei ihren neuen Angriffen auf den Iran nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele ins Visier genommen. Unter anderem seien in der Nacht zum Mittwoch iranische Luftverteidigungssysteme angegriffen worden, erklärte das für die Region zuständige Regionalkommando Centcom. Auch Kommando-Stützpunkte und Radaranlagen sowie dutzende Boote der iranischen Revolutionsgarden seien angegriffen worden.

Textgröße ändern: