Deutsche Tageszeitung - Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de

Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de


Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de
Ukraine und USA loben "produktive und konstruktive" Treffen in Miamibr.de / Foto: © AFP/Archiv

Die USA und die Ukraine haben ihre Gespräche in Miami über ein Ende des russischen Angriffskriegs in der Ukraine als "produktiv und konstruktiv" gelobt. Eine entsprechende Erklärung zu den Beratungen im US-Bundesstaat Florida veröffentlichten die Delegationen Kiews und Washingtons jeweils am Sonntag. Auch das ebenfalls in Miami vertretene Russland nannte seine Treffen mit der US-Seite "konstruktiv".

Textgröße ändern:

"In den vergangenen drei Tagen in Florida hat die ukrainische Delegation eine Reihe produktiver und konstruktiver Treffen mit ihren amerikanischen und europäischen Partnern abgehalten", heißt es in der Erklärung, die von dem ukrainischen Chefunterhändler Rustem Umerow und dem Sondergesandten von US-Präsident Donald Trump, Steve Witkoff, im Onlinedienst X geteilt wurde.

Demnach waren die bilateralen Treffen zwischen den USA und der Ukraine vor allem darauf ausgerichtet, Positionen zu entwickeln und abzustimmen zu "vier zentralen Dokumenten" - einem "20-Punkte-Plan", einem "multilateralen Rahmen für Sicherheitsgarantien", einem "US-Rahmen für Sicherheitsgarantien für die Ukraine" sowie einem "Plan für Wirtschaft und Wohlstand".

"Besondere Aufmerksamkeit galt der Erörterung von Zeitplänen und der Reihenfolge der nächsten Schritte", hieß es - weitere Treffen wurden jedoch nicht angekündigt.

Vertreter von europäischen Verbündeten Kiews hätten ebenfalls an den Gesprächen teilgenommen, "um einen gemeinsamen strategischen Ansatz zwischen der Ukraine, den Vereinigten Staaten und Europa abzustimmen", hieß es weiter.

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte dem russischen Staatsfernsehen, der russische Gesandte Kirill Dmitrijew sei in Miami, um "Informationen zu erhalten, was von den Amerikanern und Europäern" an dem von den USA im November vorgelegten Plan geändert worden sei.

Dmitrijew, ein ehemaliger Mitarbeiter der US-Bank Goldman Sachs, habe keine neue Nachricht von Russlands Präsident Wladimir Putin im Gepäck, sagte Peskow weiter.

In einem Video des russischen Staatsfernsehens war zu sehen, wie Dmitrijew in einer Autokolonne am Golfclub Shell Bay eintraf, der Witkoff gehört. Dmitrijew traf Witkoff und den Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, am Wochenende mindestens zweimal. "Die Diskussionen laufen konstruktiv", sagte er.

Der ukrainische Unterhändler und Ex-Verteidigungsminister Umerow war am Freitag in Miami eingetroffen. Er führte die Gespräche zusammen mit dem ukrainischen Generalstabschef Andrij Hnatow.

Die Gesandten aus Moskau und aus Kiew sollen getrennt mit Witkoff und Kushner zusammengetroffen sein. Der Kreml hatte Angaben aus Kiew dementiert, wonach es in Miami direkte Gespräche zwischen Unterhändlern der Ukraine und Russlands geben könnte.

Die USA hatten vergangenen Monat einen 28-Punkte-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs vorgelegt. Der als sehr Moskau-freundlich geltende Text wurde dann auf Drängen Kiews und seiner europäischen Verbündeten überarbeitet.

Über die aktuell vorliegende Fassung des Plans ist wenig bekannt. Es wird jedoch vermutet, dass die Ukraine weiterhin zu Gebietsabtretungen aufgefordert wird - im Gegenzug für Sicherheitsgarantien durch die USA.

Der Kreml dürfte die Änderungen nicht akzeptieren, die öffentlich bekannten Details hatte ein Berater Putins als "überhaupt nicht konstruktiv" bezeichnet. Ähnlich äußerte sich Peskow am Sonntag im russischen Fernsehen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte am Sonntag, dass über das "Kriegsende, Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau" gesprochen werde. "Jeder Punkt wird eingehend geprüft, und die amerikanische Seite zeigt sich konstruktiv."

Selenskyj bezeichnete die zurückliegende Woche als "historisch" für die Ukraine. Er dankte der EU, die sich bei ihrem Gipfel in Brüssel in der Nacht zum Freitag auf eine weitere Unterstützung der Ukraine in Höhe von 90 Milliarden Euro für die nächsten zwei Jahre geeinigt hatte. "Wir haben dafür sehr lange gekämpft", fügte er hinzu.

(U.Stolizkaya--DTZ)

Empfohlen

14 Tote bei russischem Raketenangriff auf Wohngebäude im Norden der Ukraine

Bei einem Raketenangriff auf ein Wohngebäude im Norden der Ukraine sind ukrainischen Angaben zufolge mindestens 14 Menschen getötet worden. Darunter seien auch vier Kinder, teilten die Rettungsdienste am Mittwoch mit. Landesweit gab es den Angaben zufolge mindestens 20 Tote, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die jüngsten Attacken mit Dutzenden Raketen und mehr als hundert Drohnen als "einen der abscheulichsten Angriffe" seit Kriegsbeginn.

Schmerzerfülltes Gedenken in Israel am dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls

Schweigende Trauer, schmerzhafte Erinnerungen und fortgesetzte Militärangriffe: Israel hat am Mittwoch den dritten Jahrestag des Hamas-Überfalls begangen. Am Ort des Nova-Musikfestivals hielten die Anwesenden um 06.29 Uhr, der Uhrzeit des Beginns der Massaker, eine Schweigeminute ab. Die israelische Armee setzte unterdessen ihre Angriffe im Gazastreifen fort. Der Jahrestag des Hamas-Überfalls fiel in die Schlussphase des Wahlkampfs zur israelischen Parlamentswahl in drei Wochen.

Thüringer Landtag: AfD-Fraktion scheitert mit Vorstoß für Neuwahlen

Die AfD ist in Thüringen erwartungsgemäß mit einem Vorstoß für Neuwahlen gescheitert. Für einen Antrag der Rechtsaußenfraktion zur Auflösung des Landtags stimmten am Mittwoch in Erfurt 34 Abgeordnete - mindestens 59 Stimmen wären notwendig gewesen. Neben der AfD votierten die beiden verbliebenen BSW-Abgeordneten für eine Auflösung des Parlaments mit dem Ziel Neuwahlen. Alle anderen Abgeordneten - CDU, SPD, der BSW-Nachfolger Thüringen Gerecht, die Linke und fraktionslose Parlamentarier lehnten den Antrag ab.

Thüringens Ministerpräsident Voigt kämpft nicht mehr um Doktortitel

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) kämpft nicht mehr um seinen wegen Plagiatsvorwürfen entzogenen Doktortitel. Als Regierungschef gehöre seine ganze Kraft, Energie und Aufmerksamkeit den Bürgern Thüringens, sagte Voigt am Mittwoch vor einer Landtagssitzung in Erfurt vor Journalisten. Deswegen habe er sich "entschieden, den Rechtsstreit um meine Dissertation einzustellen".

Textgröße ändern: