Deutsche Tageszeitung - Prognosen: Partei von Regierungschef Kurti stärkste Kraft bei Parlamentswahl im Kosovo

Prognosen: Partei von Regierungschef Kurti stärkste Kraft bei Parlamentswahl im Kosovo


Prognosen: Partei von Regierungschef Kurti stärkste Kraft bei Parlamentswahl im Kosovo
Prognosen: Partei von Regierungschef Kurti stärkste Kraft bei Parlamentswahl im Kosovo / Foto: © AFP

Bei der vorgezogenen Parlamentswahl im Kosovo zeichnet sich ein Sieg der Partei von Ministerpräsident Albin Kurti ab. Seine linksnationalistische Selbstbestimmungs-Partei (VV) kam bei der Abstimmung am Sonntag laut Prognosen auf rund 44 Prozent der Stimmen und verpasste damit erneut eine absolute Mehrheit.

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Einer Nachwahlbefragung des Senders Klan Kosova zufolge lag Kurztis VV mit 44,1 Prozent der Stimmen deutlich vor der rechtsgerichteten Demokratische Partei des Kosovo (PDK), die demnach knapp 24 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte. Die Mitte-rechts-Partei Demokratische Liga des Kosovo (LDK) lag der Prognose zufolge mit gut 16 Prozent auf dem dritten Platz.

Laut einer Nachwahlbefragung des Senders T7 erreichte Kurtis VV 43,5 Prozent. Den Prognosen zufolge würde sich die Partei rund 50 der 120 Parlamentssitze sichern. Kurti dürfte somit sein Ziel verfehlen, eine absoluten Mehrheit zu erreichen und die seit rund zehn Monaten anhaltende politische Blockade in dem kleinen Westbalkanstaat aufzulösen.

Sobald das Wahlergebnis feststehe, "werden wir alles in unserer Macht Stehende tun, um so schnell wie möglich das Parlament zu bilden und mit der Bildung einer neuen Regierung fortzufahren", kündigte der 50-jährige Regierungschef nach seiner Stimmabgabe am Sonntag an.

Bei der Wahl im Februar hatte Kurtis VV mit 42 Prozent der Stimmen ebenfalls die absolute Mehrheit verpasst. Seitdem ist das Parlament in Pristina blockiert, allein für die Wahl eines Parlamentspräsidenten wurden 50 Sitzungen benötigt. Versuche einer Regierungsbildung scheiterten.

Kurti versucht, den serbischen Einfluss im Kosovo zurückzudrängen, was bei vielen Kosovo-Albanern auf Zustimmung stößt, zugleich aber die Spannungen mit Belgrad verschärft. Die frühere serbische Provinz Kosovo hatte sich 2008 und damit knapp ein Jahrzehnt nach dem Kosovokrieg für unabhängig erklärt. Serbien erkennt die Unabhängigkeit bis heute nicht an.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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