Deutsche Tageszeitung - Grönland: Wadephul begrüßt geplantes Treffen Rubios mit Dänemark

Grönland: Wadephul begrüßt geplantes Treffen Rubios mit Dänemark


Grönland: Wadephul begrüßt geplantes Treffen Rubios mit Dänemark
Grönland: Wadephul begrüßt geplantes Treffen Rubios mit Dänemark / Foto: © POOL/AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat das von US-Außenminister Marco Rubio für kommende Woche angekündigte Treffen mit Regierungsvertretern Dänemarks begrüßt. "Alle Fragen, die die Sicherheit im arktischen Raum betreffen, müssen natürlich im Nato- Rahmen besprochen werden", sagte Wadephul nach einem Treffen mit seinen Amtskollegen aus Frankreich, Polen und Indien am Mittwoch in Paris. Mit Blick auf die Grönland-Frage erkenne er eine "Bereitschaft, das offen im Bündnis zu diskutieren", fügte er hinzu.

Textgröße ändern:

Rubio hatte zuvor ein Gespräch mit der dänischen Regierung angekündigt, nachdem Dänemarks Außenminister Lars Lökke Rasmussen nach eigenen Angaben wiederholt darum gebeten hatte.

Trump hatte zuletzt mehrfach den Anspruch der USA auf das zu Dänemark gehörende Grönland bekräftigt und diesen unter anderem mit der "nationalen Sicherheit" begründet.

"Über das Schicksal Grönlands entscheiden die Grönländerinnen und Grönländer und das Königreich Dänemark, zu dessen Hoheitsgebiet Grönland gehört", bekräftigte Wadephul. Die in der UN-Charta festgeschriebenen Prinzipien wie die Souveränität, die territoriale Integrität und die Unverletzlichkeit der Grenzen müssten eingehalten werden, fügte er hinzu. Eine ähnlich lautende Erklärung hatten am Vortag die Staats- und Regierungschefs von sieben europäischen Staaten veröffentlicht, darunter Deutschland und Frankreich. Darin sicherten sie Dänemark und Grönland ihre Unterstützung zu.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Hunderte protestieren in Magdeburg gegen AfD-Landesparteitag

Mehrere hundert Demonstranten haben am Samstag in Magdeburg anlässlich des Landesparteitags der AfD gegen die Partei protestiert. Vor dem Tagungsgebäude versammelten sich nach Beobachtungen eines AFP-Reporters etliche Menschen mit Regenbohnenfahnen und Transparenten, auf denen etwa "Nein zu Rassismus" und "Magdeburg für das AfD-Verbot" stand. Nach Angaben der Polizei fanden in ganz Magdeburg fünf Versammlungen und Demonstrationszüge mit insgesamt rund 650 Teilnehmenden statt.

Streit über geplante Gespräche zwischen Israel und Libanon in Washington

Israel will bei den mit dem Libanon geplanten Gesprächen eigenen Angaben zufolge nicht über eine Waffenruhe mit der pro-iranischen Hisbollah-Miliz verhandeln - die Hisbollah bezeichnet ihrerseits die in Washington geplanten Gespräche als gesetzeswidrig. Die angekündigten Gespräche seien "ein offensichtlicher Verstoß" gegen "die Verfassung und libanesische Gesetze", erklärte Hisbollah-Vertreter Hassan Fadlallah am Samstag. Derweil griff Israel weiterhin Ziele der Hisbollah im Libanon an.

Großbritannien legt Rückgabe-Plan für Chagos-Inseln wegen US-Kritik auf Eis

Die britische Regierung wird ihren Plan zur Rückgabe der strategisch wichtigen Chagos-Inseln im Indischen Ozean an Mauritius wegen der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump vorerst nicht weiter verfolgen. Das teilte ein Regierungssprecher am Samstag in London mit. Auf der größten der Inseln befindet sich der US-britische Militärstützpunkt Diego Garcia. Mauritius kündigte an, bei der Rückforderung der Inseln "keine Mühe zu scheuen".

Russland und Ukraine tauschen je 175 Kriegsgefangene aus - Feuerpause in Kraft

Russland und die Ukraine haben kurz vor einer Feuerpause über das orthodoxe Osterfest erneut Kriegsgefangene ausgetauscht. Wie die Behörden am Samstag mitteilten, ließen beide Seiten je 175 Soldaten frei. Unterdessen trat die von Kreml-Chef Wladmir Putin angekündigte Feuerpause über das orthodoxe Osterfest in Kraft.

Textgröße ändern: