Deutsche Tageszeitung - Außenminister Wadephul am Montag in Washington - Zwischenstopp in Island

Außenminister Wadephul am Montag in Washington - Zwischenstopp in Island


Außenminister Wadephul am Montag in Washington - Zwischenstopp in Island
Außenminister Wadephul am Montag in Washington - Zwischenstopp in Island / Foto: © AFP/Archiv

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) führt kommenden Montag in Washington mit seinem US-Kollegen Marco Rubio Gespräche über den Ukraine-Krieg und die transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Weitere zentrale Themen der US-Reise seien die bilateralen Beziehungen, sagte die Sprecherin des Auswärtigen Amtes, Kathrin Deschauer, am Freitag in Berlin. Außerdem würden sicherlich auch andere "relevante außen- und sicherheitspolitische Fragestellungen" besprochen.

Textgröße ändern:

Wadephul bricht laut seiner Sprecherin am Sonntagnachmittag in die USA auf und wird am Sonntagabend einen Zwischenstopp in der isländischen Hauptstadt Reykjavik einlegen, um dort Außenministerin Thorgerdur Katrin Gunnarsdottir zu treffen. Zwischen Island und den USA liegt die zu Dänemark gehörende Insel Grönland, auf die US-Präsident Donald Trump jüngst wieder Anspruch erhoben hatte.

Auf die Frage, ob auch Grönland ein Thema bei Wadephuls Gespräch mit Rubio sei, antwortete Deschauer, die Bundesregierung habe sich dazu in den vergangenen Tagen bereits mehrfach geäußert. "Da waren wir sehr klar", betonte die Außenamtssprecherin. Die Zukunft der strategisch bedeutsamen Insel liege "in den Händen der Grönländerinnen und Grönländer alleine".

Zur Nachfrage, ob der Außenminister den von Trump verfügten Austritt aus 66 internationalen Organisationen und Abkommen ansprechen werde, sagte die Sprecherin, die Bundesregierung habe diese Entscheidung zum Rückzug aus UN-Organisationen und anderen internationalen Institutionen mit "Bedauern" zur Kenntnis genommen.

Die Bundesregierung sei weiterhin der Auffassung, "dass wir die globalen Herausforderungen wie Kriege, Hunger, Umweltzerstörung nur global bewältigen können", betonte Deschauer. Die Vereinten Nationen blieben daher "unabdingbar - gerade in Zeiten zunehmender Polarisierung".

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Präsidentenstichwahl in Brasilien zwischen rechtem Bolsonaro und linkem Lula

Bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien haben es der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro und der linksgerichtete Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva in die Stichwahl geschafft. In der ersten Runde kam Bolsonaro am Sonntag laut Wahlgericht auf überraschend starke 47 Prozent der Stimmen, der als Favorit geltende Lula landete mit 45 Prozent auf Platz zwei. Die Wahl gilt als richtungsweisend für einen möglichen Rechtsruck in der größten Volkswirtschaft Lateinamerikas.

Merz empfängt litauischen Ministerpräsidenten Sinkevicius im Kanzleramt

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) empfängt am Montag (16.00 Uhr) den litauischen Ministerpräsidenten Mindaugas Sinkevicius mit militärischen Ehren im Bundeskanzleramt. Das Treffen findet im Rahmen eines zweitägigen Arbeitsbesuchs des litauischen Regierungschefs in Berlin statt. Im Zentrum der Gespräche stehen Fragen der Sicherheit, insbesondere mit Blick auf hybride Bedrohungen, die Stärkung der Nato-Ostflanke sowie der Aufbau der deutschen Brigade in Litauen.

Bundespräsident Steinmeier verleiht Schlagerlegende Nana Mouskouri Verdienstorden

Die aus Griechenland stammende Schlagerlegende Nana Mouskouri wird am Montag (11.00 Uhr) zum Tag der deutschen Einheit mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verleiht der 91-Jährigen den Preis zur Anerkennung ihres Einsatzes für Frieden und Freiheit. Dass sie als Sängerin nach Kriegsende einen Prozess der Aussöhnung eingeleitet habe, präge bis heute das Griechenlandbild der Deutschen.

Präsidentschaftswahl in Brasilien: Bolsonaro knapp vor Lula - Stichwahl Ende Oktober

Bei der ersten Runde der Präsidentschaftswahl in Brasilien hat der rechtsgerichtete Senator Flávio Bolsonaro knapp vor dem linksgerichteten Amtsinhaber Luiz Inácio Lula da Silva gelegen. Der 45-Jährige kam am Sonntag nach Angaben des Wahlgerichts nach Auszählung der Stimmen von rund 99 Prozent der Wahlbüros auf rund 47 Prozent. Er lag damit knapp vor dem 80-jährigen Lula, der knapp 45 Prozent erreichte. Beide Kandidaten treten nun am 25. Oktober in einer Stichwahl gegeneinander an, da keiner von ihnen mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen erzielte.

Textgröße ändern: