Deutsche Tageszeitung - Umfrage: 71 Prozent mit schwarz-roter Bundesregierung unzufrieden

Umfrage: 71 Prozent mit schwarz-roter Bundesregierung unzufrieden


Umfrage: 71 Prozent mit schwarz-roter Bundesregierung unzufrieden
Umfrage: 71 Prozent mit schwarz-roter Bundesregierung unzufrieden / Foto: © AFP/Archiv

Die Unzufriedenheit mit der Bundesregierung hat einer Umfrage zufolge weiter zugenommen. Nur 22 Prozent der Befragten äußerten sich positiv über sie, wie aus dem Sonntagstrend der "Bild am Sonntag" hervorgeht. Demnach stieg der Anteil der Unzufriedenen gegenüber der vorherigen Erhebung im Dezember um zwei Prozentpunkte auf 71 Prozent. Das war der höchste in der Umfragereihe erfasste Wert seit Amtsantritt der Regierung aus Union und SPD im Mai 2025.

Textgröße ändern:

Mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) waren demnach 24 Prozent der Befragten zufrieden, 67 Prozent nicht. Gegenüber der Dezemberumfrage legten seine Beliebtheitswerte um zwei Prozentpunkte zu.

Würde zum jetzigen Zeitpunkt der Bundestag gewählt, wäre die AfD mit 26 Prozent stärkste Kraft. Die Union aus CDU und CSU käme auf 24 Prozent, die SPD auf 14 Prozent. Die Grünen lägen bei zwölf Prozent, die Linke bei elf Prozent. Die FDP mit vier Prozent und das BSW mit drei Prozent würden an der Fünfprozenthürde scheitern und den Bundestagseinzug verpassen.

Für die Beliebtheitswerte befragte das Meinungsforschungsinstitut Insa am Donnerstag und Freitag 1005 Menschen, für die Sonntagsfrage wurden zwischen Montag und Freitag 1205 Menschen befragt. Die maximale Fehlertoleranz dabei wurde mit 3,1 Prozent angegeben.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Trump richtet erneut Drohungen gegen Kuba

US-Präsident Donald Trump hat erneut Drohungen gegen Kuba gerichtet. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten werde "kein weiteres Öl oder Geld nach Kuba gehen", schrieb Trump am Sonntag in seinem Onlinedienst Truth Social. "Ich rate ihnen dringend, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist." Zudem befeuerte Trump Spekulationen über eine Einsetzung von US-Außenminister Marco Rubio als Präsident Kubas.

Staat in Geldnot: Wirtschaftsweise Schnitzer hält Steuererhöhungen für denkbar

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hält Steuererhöhungen in den nächsten Jahren aufgrund wachsender Finanzierungsprobleme des Staates für denkbar. "Ich vermute, dass die Regierung irgendwann darüber nachdenken muss", sagte die Sachverständige der "Bild am Sonntag". Spätestens ab 2029 sei der Haushalt nicht mehr "ausfinanziert". Die Regierung setze auf Wirtschaftswachstum. Das Wachstum müsste für eine Lösung des Problems allerdings "sehr hoch ausfallen". Das sei "nicht realistisch".

Regierung des Sudan kehrt in Hauptstadt Khartum zurück

Der sudanesische Regierungschef Kamel Idris hat die Rückkehr der 2023 durch den Krieg vertriebenen Regierung in die Hauptstadt Khartum verkündet. "Heute sind wir wieder da, die Regierung der Hoffnung kehrt in die Hauptstadt zurück", sagte Idris am Sonntag vor Journalisten in Khartum. Der Regierungschef versprach einen Wiederaufbau zerstörter Einrichtungen und "verbesserte Dienstleistungen" für die Einwohner der im März von der Armee zurückeroberten Stadt.

Massenproteste im Iran gehen weiter - Aktivisten sprechen von "Massaker"

Trotz massiver Gewalt der Behörden gehen die Massenproteste im Iran weiter. Menschenrechtlern zufolge wurden bei den Demonstrationen bis Sonntag mindestens 192 Menschen getötet. Aktivisten sprachen von einem "Massaker" der Behörden, um die Proteste zu unterdrücken. US-Präsident Donald Trump und der israelische Außenminister Gideon Saar sagten den Demonstranten Unterstützung zu, Irans Parlamentspräsident drohte den USA mit Vergeltung im Falle eines militärischen Eingreifens.

Textgröße ändern: