Deutsche Tageszeitung - Irans Parlamentspräsident droht USA mit Vergeltung im Falle eines Angriffs

Irans Parlamentspräsident droht USA mit Vergeltung im Falle eines Angriffs


Irans Parlamentspräsident droht USA mit Vergeltung im Falle eines Angriffs
Irans Parlamentspräsident droht USA mit Vergeltung im Falle eines Angriffs / Foto: © UGC/AFP

Nach militärischen Drohungen von US-Präsident Donald Trump hat der iranische Parlamentspräsident den USA mit Vergeltung gedroht. "Im Falle eines militärischen Angriffs durch die USA werden sowohl das besetzte Gebiet als auch die Zentren des US-Militärs und die Schifffahrt unsere legitimen Ziele sein", sagte Mohammad Bagher Ghalibaf am Sonntag in einer im Staatsfernsehen übertragenen Rede. Mit "besetztem Gebiet" bezog sich Ghalibaf offenbar auf Israel, dessen Existenzrecht die Führung in Teheran nicht anerkennt.

Textgröße ändern:

US-Präsident Trump hatte in den vergangenen Tagen mehrfach mit einem militärischen Eingreifen der USA im Iran gedroht, falls dessen Sicherheitskräfte gewaltsam gegen Protestierende vorgehen sollten. Menschenrechtsorganisationen zufolge wurden seit Beginn der Demonstrationen Ende Dezember bereits dutzende Menschen getötet, die Führung der islamischen Republik verhängte am Freitag eine landesweite Internetsperre.

Trump hatte der autokratischen Führung in Teheran in den vergangenen Tagen mehrfach mit einem Militäreinsatz gedroht. Einem Bericht der "New York Times" zufolge wurde der US-Präsident bereits über Optionen für mögliche militärische Angriffe auf den Iran informiert. Demnach hat Trump noch nicht endgültig über einen Angriff entschieden. Im vergangenen Juni hatten die USA bereits Atomanlagen im Iran bombardiert.

Die Proteste im Iran hatten sich Ende Dezember zunächst an der schlechten Wirtschaftslage entzündet, inzwischen richten sie sich gegen die autokratische Führung des Landes. Die Behörden gehen hart gegen die Protestierenden vor, nach Angaben von Aktivisten wurden bereits dutzende Menschen getötet.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Iran: Offizielle Trauerfeiern für getöteten obersten Führer Chamenei beginnen

Im Iran beginnen am Samstag die offiziellen Trauerfeiern für den langjährigen obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei. Die Feierlichkeiten für den am ersten Kriegstag am 28. Februar bei US-israelischen Angriffen getöteten Chamenei erstrecken sich über sechs Tage, dabei ist auch ein Trauerzug im benachbarten Irak geplant. Chamenei hatte fast 37 Jahre lang an der Spitze des klerikalen Systems im Iran gestanden.

USA feiern 250 Jahre Unabhängigkeit

Die USA feiern am Samstag den 250. Jahrestag ihrer Unabhängigkeit von Großbritannien. Landesweit gibt es Paraden, Volksfeste und Feuerwerke. Die zentrale Kundgebung findet in der Hauptstadt Washington statt. US-Präsident Donald Trump will dabei am späten Abend eine Rede halten (gegen 21.45 Uhr Ortszeit, Sonntag 02.45 Uhr MESZ).

Beginn des AfD-Parteitag in Erfurt - massive Gegenproteste geplant

Die in Teilen rechtsextreme AfD kommt am Samstag zu einem zweitägigen Bundesparteitag in Erfurt zusammen (10.00 Uhr). Im Mittelpunkt des Delegiertentreffens stehen Personalentscheidungen: Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla stellen sich der Wiederwahl, auch der gesamte Parteivorstand muss turnusgemäß neu gewählt werden. Grundsätzliche inhaltliche Weichenstellungen stehen nicht an; es gibt keinen Leitantrag des Bundesvorstands. Zu erwarten ist, dass sich die AfD vor den Landtagswahlen im Herbst bereit zur Übernahme von Regierungsverantwortung präsentieren will.

Nach knappen Wahlsieg: Fujimori in Peru offiziell zur neuen Präsidentin erklärt

Vier Wochen nach der äußerst knappen Präsidentschaftswahl in Peru ist die rechtsgerichtete Politikerin Keiko Fujimori offiziell zur neuen Staatschefin ausgerufen worden. "Ich erkläre Frau Keiko Sofia Fujimori Higuchi zur Präsidentin der Republik", sagte am Freitag bei einer Zeremonie in Lima der Chef der Wahlkommission, Roberto Burneo. Fujimori kündigte ihrerseits den "Beginn eines neuen Kapitels" in der Geschichte Perus an.

Textgröße ändern: