Deutsche Tageszeitung - Französischer Botschafter: Rund 15 Soldaten in Grönland eingetroffen

Französischer Botschafter: Rund 15 Soldaten in Grönland eingetroffen


Französischer Botschafter: Rund 15 Soldaten in Grönland eingetroffen
Französischer Botschafter: Rund 15 Soldaten in Grönland eingetroffen / Foto: © AFP/Archiv

Im Konflikt mit den USA um Grönland sind die ersten französischen Soldaten in der grönländischen Hauptstadt Nuuk eingetroffen. Etwa 15 Gebirgsjäger seien vor Ort, um eine gemeinsame Militärübung mit Soldaten anderer europäischer Länder vorzubereiten, sagte der französische Botschafter für den Nord- und Südpol, Olivier Poivre d’Arvor, am Donnerstag dem Sender France Info. "Das ist ein starkes politisches Signal." Ziel sei es, "den USA zu zeigen, dass die Nato in Grönland präsent ist", sagte Poivre d'Arvor.

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Die französischen Soldaten seien Teil der europäischen Militärmission "Arctic Endurance", die auf Bitten Dänemarks am Donnerstag beginnt. Eine Entsendung europäischer Soldaten angesichts einer amerikanischen Bedrohung sei "beispiellos".

Zugleich gebe es weiter Gespräche mit den USA, betonte er. "Die Diplomatie wird fortgesetzt, wir werden eine Einigung auf diplomatischem Weg finden", sagte der Botschafter. Letztlich stelle Russland die einzige Bedrohung für die arktische Region und das Baltikum dar. Am Morgen trat im Elysée-Palast zudem ein kurzfristig einberufener nationaler Verteidigungsrat zusammen.

Die Bundeswehr hatte am Mittwoch die Entsendung von 13 Soldaten nach Grönland angekündigt. Den Angaben zufolge sollen sie dort die "Rahmenbedingungen für mögliche militärische Beiträge zur Unterstützung Dänemarks bei der Gewährleistung der Sicherheit in der Region" erkunden. Dabei gehe es etwa um Fähigkeiten zur Seeraumüberwachung.

US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder den Besitzanspruch der USA auf Grönland erhoben und dies mit Sicherheitsinteressen begründet. Am Dienstag bekräftigte er, Grönland müsse "in den Händen der Vereinigten Staaten liegen" und erklärte, alles andere sei "inakzeptabel". Bei den europäischen Nato-Partnern löste dies Sorgen um die Zukunft der Verteidigungsallianz aus. Grönland gehört als autonomes Gebiet zu Dänemark, das wie die USA Teil der Nato ist.

(S.A.Dudajev--DTZ)

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