Deutsche Tageszeitung - Selenskyj: Ukrainische Delegation auf dem Weg zu Gesprächen in den USA

Selenskyj: Ukrainische Delegation auf dem Weg zu Gesprächen in den USA


Selenskyj: Ukrainische Delegation auf dem Weg zu Gesprächen in den USA
Selenskyj: Ukrainische Delegation auf dem Weg zu Gesprächen in den USA / Foto: © POOL/AFP

Eine Delegation der Ukraine ist nach Angaben von Staatschef Wolodymyr Selenskyj auf dem Weg in die USA, um weitere Gespräche über eine Beendigung des Kriegs mit Russland zu führen. "In den kommenden Tagen werden Treffen zwischen unseren ukrainischen Vertretern und den USA stattfinden", sagte Selenskyj am Freitag auf einer Pressekonferenz in Kiew. Die ukrainischen Unterhändler seien bereits "auf dem Weg".

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Selenskyj fügte an, er erhoffe sich "mehr Klarheit sowohl hinsichtlich der Dokumente, die wir bereits gemeinsam mit der amerikanischen Seite vorbereitet haben, als auch hinsichtlich der Reaktion Russlands auf alle laufenden diplomatischen Bemühungen".

Die Unterzeichnung eines Abkommens zu Sicherheitsgarantien für die Ukraine ist laut Selenskyj bereits während des Weltwirtschaftsforums im schweizerischen Davos in der kommenden Woche möglich. "Wenn alles unter Dach und Fach ist und die amerikanische Seite zustimmt – denn auf unserer Seite sind wir im Prinzip fertig –, dann wird die Unterzeichnung in Davos möglich sein", sagte Selenskyj.

Am Donnerstag hatte US-Präsident Donald Trump Selenskyj für den weitgehenden Stillstand in den Ukraine-Verhandlungen verantwortlich gemacht und gesagt, Kreml-Chef Wladimir Putin sei "dazu bereit, ein Abkommen abzuschließen", die Ukraine hingegen "weniger". Selenskyj entgegnete hierauf, die Ukraine habe "die Initiative bei den Verhandlungen" und komme "in dieser Angelegenheit schneller als Russland voran".

Zur Zusammenarbeit mit Washington sagte Selenskyj: "Wir haben sehr gut mit den USA zusammengearbeitet. Wir sind schlicht bei bestimmten Fragen nicht einverstanden."

Die Ukraine und ihre europäischen Verbündeten hatten sich laut Selenskyj mit den USA auf einen 20-Punkte-Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs geeinigt. Damit liegt eine überarbeitete Fassung eines im November von den USA vorgelegten 28-Punkte-Plans vor, der als sehr russlandfreundlich kritisiert worden war. Russland hat bislang jegliche Anpassungen zurückgewiesen.

(U.Beriyev--DTZ)

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