Deutsche Tageszeitung - 10.000 Soldaten für Kampf gegen Drogenschmuggel in drei Küstenprovinzen Ecuadors

10.000 Soldaten für Kampf gegen Drogenschmuggel in drei Küstenprovinzen Ecuadors


10.000 Soldaten für Kampf gegen Drogenschmuggel in drei  Küstenprovinzen Ecuadors
10.000 Soldaten für Kampf gegen Drogenschmuggel in drei Küstenprovinzen Ecuadors / Foto: © AFP/Archiv

Zur Bekämpfung des Drogenhandels hat die Regierung von Ecuador 10.000 Soldaten in drei Küstenprovinzen entsandt. In die Provinzen Guayas, Manabí und Los Ríos seien auch hunderte Spezialkräfte geschickt worden, sagte Luftwaffen-General Mario Bedoya am Freitag vor Journalisten. Flugzeuge mit Soldaten an Bord wurden außerdem nach Manta, den größten Fischereihafen des südamerikanischen Landes, geschickt.

Textgröße ändern:

Ecuador liegt zwischen Kolumbien und Peru, den beiden größten Kokain-Exporteuren der Welt. Die Gewalt von Banden mit Verbindungen zu mexikanischen und kolumbianischen Drogenkartellen hat in Ecuador zugenommen, die Zahl der Morde und anderer schwerer Straftaten erreichte einen Rekordstand.

Staatschef Daniel Noboa verfolgt einen eisernen Kurs im Kampf gegen die Drogenkriminalität. Sein Verteidigungsminister Gian Carlo Loffredo hat einen Militäreinsatz auf unbegrenzte Zeit rund um die Hafenstadt Guayaquil angeordnet, die Armee überprüft dort für den Drogenhandel strategisch bedeutende Seehäfen. "Gefängnis oder Hölle für jeden, der die Sicherheit bedroht", erklärte das ecuadorianische Verteidigungsministerium am Freitag.

Auch die USA gehen unter Präsident Donald Trump hart gegen mutmaßliche lateinamerikanische Drogenschmuggler vor. Die US-Luftfahrtbehörde FAA warnte am Freitag Fluggesellschaften vor "Militäraktivitäten" im Luftraum über Mexiko und mehreren mittelamerikanischen Staaten gewarnt. Ein Sprecher der Luftfahrtbehörde nannte dabei auch Guayaquil.

(G.Khurtin--DTZ)

Empfohlen

Iran bekräftigt harte Haltung in Streit um Straße von Hormus

Der Iran hat seine harte Haltung im Streit um die Straße von Hormus bekräftigt. Die Blockade der strategisch wichtigen Meerenge werde so lange fortgesetzt, "bis der Feind alle unsere Bedingungen erfüllt", sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Hossein Mohebi, am Sonntag nach Angaben des Staatsfernsehens. "Die Meerenge ist für uns derzeit ein Kriegsschauplatz und nicht nur eine Wasserstraße."

Iran stellt harte Bedingungen für Öffnung der Straße von Hormus

Inmitten der diplomatischen Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs hat Teheran harte Bedingungen für eine Öffnung der Straße von Hormus gestellt. Außenminister Abbas Araghtschi forderte am Samstag unter anderem "Entschädigungen" für Verstöße der USA gegen das im Juni besiegelte Rahmenabkommen zwischen Teheran und Washington. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats, Mohammad Bagher Solghadr, legte eine ganze Liste an Bedingungen für ein Ende der Blockade der strategisch wichtigen Meerenge vor.

Zwei Bombenanschläge in Kolumbien an erstem Tag im Amt des neuen Präsidenten Espriella

In Kolumbien sind am ersten Tag im Amt des neuen rechtsgerichteten Präsidenten Abelardo de la Espriella zwei Bombenanschläge verübt worden. Bei den Anschlägen in verschiedenen Teilen des Landes wurde am Samstag mindestens ein Polizist getötet, wie die Armee mitteilte. Weitere Menschen seien verletzt worden.

Explosion mutmaßlich ukrainischer Drohne in Bulgarien löst diplomatische Verstimmung aus

Die Explosion einer mutmaßlich ukrainischen Drohne nahe einer strategisch wichtigen Gaspipeline in Bulgarien hat zu diplomatischen Verstimmungen zwischen Sofia und Kiew geführt. Nach einer ersten Untersuchung der Trümmer erklärte das bulgarische Verteidigungsministerium am Samstag, es handle sich um einen Drohnentyp, der von den ukrainischen Streitkräften "häufig verwendet" werde. Außenministerin Welislawa Petrowa bestellte daraufhin die ukrainische Botschafterin für Montag ein. Kiew bestritt, vorsätzlich ein Fluggerät nach Bulgarien gelenkt zu haben.

Textgröße ändern: