Deutsche Tageszeitung - Politiker in Video in Wehrmachtsuniformen gezeigt: Geldstrafe in Niedersachsen

Politiker in Video in Wehrmachtsuniformen gezeigt: Geldstrafe in Niedersachsen


Politiker in Video in Wehrmachtsuniformen gezeigt: Geldstrafe in Niedersachsen
Politiker in Video in Wehrmachtsuniformen gezeigt: Geldstrafe in Niedersachsen / Foto: © AFP/Archiv

Weil er ein Video mit Politikern in Wehrmachtsuniformen veröffentlichte, hat das Landgericht Osnabrück einen 66-Jährigen zu einer Geldstrafe von 900 Euro verurteilt. Schuldig gesprochen wurde er wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen und Beleidigung, wie ein Gerichtssprecher am Montag mitteilte. Die Kammer sah es als erwiesen an, dass der Mann 2023 auf seinem Youtube-Kanal ein Video veröffentlicht hatte.

Textgröße ändern:

Darin waren ehemalige Mitglieder der Bundesregierung in Uniformen der Wehrmacht mit SS-Totenkopf und Hakenkreuzarmbinde zu sehen. Im Hintergrund wurde ein weiteres Hakenkreuz gezeigt. 2024 bezeichnete der 66-Jährige andere Teilnehmer einer WhatsApp-Chatgruppe als "faschistisch handelnde Gestalten". In erster Instanz wurde der 66-Jährige im Juni 2025 vom Amtsgericht Bersenbrück zu einer Geldstrafe von 4050 Euro verurteilt. Diese Summe reduzierte das Landgericht nun.

(L.Barsayjeva--DTZ)

Empfohlen

Minister: Britischer Premier Starmer denkt über "politische Realitäten" nach

Angesichts der Rücktrittsforderungen aus den eigenen Reihen prüft der britische Premierminister Keir Starmer nach den Worten eines Parteikollegen die ihm verbleibenden politischen Optionen. Starmer nehme sich "Zeit, um über die politischen Realitäten, Herausforderungen und Chancen nachzudenken, die sich ihm stellen", sagte Wirtschaftsminister Peter Kyle am Sonntag dem britischen Sender Sky News.

Peseschkian: USA werden iranisches Recht auf Urananreicherung akzeptieren müssen

Unmittelbar vor Beginn der Verhandlungen mit den USA in der Schweiz hat der Iran auf sein Recht zur Urananreicherung gepocht, zugleich aber erneut ein Streben nach Atomwaffen ausgeschlossen. "Was die USA verlangen, ist, dass der Iran keine Atombombe baut. Das ist nichts Neues, und wir können es auch schriftlich zusichern, dass wir keine Absicht haben, eine Bombe zu bauen", wurde der iranischer Präsident Masud Peseschkian am Sonntag auf seiner Website zitiert. "Wir werden jedoch unser Recht auf Anreicherung nicht aufgeben und die andere Seite wird keine andere Wahl haben, als dieses Recht zu akzeptieren", fügte er hinzu.

Streit um Weltkriegsvergangenheit belastet Verhältnis zwischen Kiew und Warschau

Ein Streit um die Weltkriegs-Vergangenheit belastet das Verhältnis zwischen der Ukraine und dem mit ihr verbündeten Nachbarland Polen. Nach der Aberkennung des höchsten polnischen Ordens für den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj gaben am Wochenende mehrere führende ukrainische Politiker aus Solidarität ihre eigenen polnischen Auszeichnungen zurück. Der ukrainische Präsidentenberater Kyrylo Budanow bezeichnete die Aberkennung als "Geschenk für den Moskauer Aggressor".

Innenministerium weitet Abschiebungen nach Afghanistan in Absprache mit Taliban aus

In Absprache mit der radikalislamischen Taliban-Regierung in Kabul weitet die Bundesregierung die Abschiebungen afghanischer Straftäter in ihre Heimat aus. Künftig seien drei Charterflüge pro Monat für derartige Abschiebungen möglich, sagte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. Darüber hinaus seien "jederzeit" auch Einzelrückführungen über Linienflüge nach Afghanistan möglich.

Textgröße ändern: