Deutsche Tageszeitung - Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht

Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht


Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht
Merz erhält Einladung an al-Scharaa nach Besuchsabsage aufrecht / Foto: © AFP

Nach der Besuchsabsage von Syriens Präsident Ahmed al-Scharaa erhält Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) seine Einladung aufrecht. Die Einladung nach Deutschland sei "durch die wohl notwendige Absage von gestern nicht aufgehoben - sie besteht fort", sagte Merz am Montag in Berlin. "Syrien ist ein großes wichtiges Land im Mittleren Osten - ein Land, von dem aus viel Wohlstand und Frieden für die gesamte Region ausgehen könnte", sagte Merz. "Deswegen habe ich den Präsidenten auch nach Deutschland eingeladen."

Textgröße ändern:

Der Kanzler verwies darauf, dass immer noch rund eine Million syrische Flüchtlinge in Deutschland leben. Viele von ihnen würden nach Syrien zurückkehren, "wenn die Bedingungen erfüllt sind", sagte er. "Insofern haben wir auch ein eigenes Interesse daran, dass dieses Land zur Ruhe kommt, dass dort Frieden herrscht und dass dort auch ein gutes Miteinander der unterschiedlichen Gruppen in der Bevölkerung ermöglicht wird."

Als "ermutigendes Zeichen" wertete Merz die am Sonntag bekannt gegebene Waffenstillstands-Vereinbarung zwischen der syrischen Regierung und kurdischen Kämpfern. Es werde aber "sicherlich noch viel Arbeit zu leisten" sein, fügte der Kanzler hinzu. Eigentlich hatte al-Scharaa am Montag nach Berlin reisen sollen, für Dienstag waren politische Gespräche geplant. Am Sonntag sagte der syrische Regierung den Besuch aber ab.

Bei ihrer Offensive im Norden und Osten des Landes hatten syrische Regierungstruppen in den vergangenen Tagen kurdische Kämpfer aus mehreren bisher von ihnen beherrschten Gebieten vertrieben, darunter die nordsyrische Großstadt Aleppo.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Ex-US-Vizepräsidentin Harris deutet erneute Präsidentschaftskandidatur an

Knapp anderthalb Jahre nach ihrer Niederlage bei der US-Präsidentschaftswahl hat die frühere US-Vizepräsidentin Kamala Harris eine erneute Kandidatur angedeutet. Bei einer Veranstaltung einer Bürgerrechtsorganisation in New York sagte Harris am Freitag auf eine entsprechende Frage: "Ich könnte, ich könnte. Ich denke darüber nach!" Es war Harris' bisher stärkster Hinweis darauf, dass sie bei Wahl im Jahr 2028 erneut antreten könnte.

Behörden: 13 libanesische Sicherheitskräfte bei israelischem Angriff getötet

Bei israelischen Angriffen auf die Stadt Nabatijeh im Süden des Libanons sind nach offiziellen Angaben am Freitag 13 Mitglieder der libanesischen Sicherheitskräfte getötet worden. Der amtlichen Nachrichtenagentur NNA zufolge flog die israelische Luftwaffe "eine Serie heftiger Luftangriffe" auf die Stadt. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP sah starke Zerstörungen in Nabatijeh.

Trump warnt vor Scheitern der Iran-Gespräche und droht mit neuen Angriffen

Kurz vor den geplanten Friedensgesprächen zum Iran-Krieg in Pakistan hat US-Präsident Donald Trump vor einem Scheitern gewarnt und mit neuen Angriffen auf die Islamische Republik gedroht. "Wir beladen die Schiffe mit der besten Munition, den besten Waffen, die je hergestellt wurden – sogar besser als das, was wir zuvor eingesetzt haben", sagte Trump in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der "New York Post".

Vor erwarteten Friedensverhandlungen in Pakistan: USA und Iran erhöhen den Druck

Vor dem erwarteten Beginn der Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran in Pakistan haben beide Seiten den Druck erhöht. Der US-Vizepräsident und designierte Verhandlungsführer JD Vance warnte Teheran am Freitag vor seiner Abreise davor, "Spielchen zu spielen". Auf iranischer Seite bestand Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf darauf, dass noch vor Beginn der Gespräche ein Waffenstillstand im Libanon in Kraft treten und eingefrorene iranische Vermögenswerte freigegeben werden müssten.

Textgröße ändern: