Deutsche Tageszeitung - Nach Taliban-Razzia: Auswärtiges Amt bemüht sich um Unterstützung

Nach Taliban-Razzia: Auswärtiges Amt bemüht sich um Unterstützung


Nach Taliban-Razzia: Auswärtiges Amt bemüht sich um Unterstützung
Nach Taliban-Razzia: Auswärtiges Amt bemüht sich um Unterstützung / Foto: © AFP/Archiv

Das Auswärtige Amt bemüht sich um Unterstützung für mehrere besonders gefährdete Afghanen, die in einem Gästehaus in Afghanistans Hauptstadt Kabul ins Visier der radikalislamischen Taliban-Machthaber geraten sind. "Eine Unterstützung dieser Personen in Afghanistan, beispielsweise bei der Unterbringung, erfolgt soweit dies möglich ist", hieß es am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt gegenüber der Nachrichtenagentur AFP.

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Zuvor hatte die Organisation Luftbrücke Kabul berichtet, mehrere Taliban-Beamte führten seit Sonntag eine Razzia in einem so genannten "Safehouse" der Bundesregierung, also einem geschützten Haus, in Kabul aus. Dort hielten sich 79 besonders gefährdete Menschen aus den deutschen Aufnahmeprogrammen auf.

Dieser "Sachverhalt" sei der Bundesregierung bekannt, hieß es aus dem Auswärtigen Amt. Die Bundesregierung stehe mit einem beauftragten Dienstleister vor Ort in engem Austausch über die aktuelle Lage in Afghanistan. Die Regierung sei mit einer "Vielzahl" von Afghaninnen und Afghanen in Kontakt, die ursprünglich in Pakistan ein Verfahren zur Aufnahme in Deutschland durchlaufen sollten - die aber von Pakistan nach Afghanistan abgeschoben wurden.

Die Grünen warfen der Bundesregierung anlässlich der Razzia abermals vor, bedrohte Menschen in Afghanistan im Stich zu lassen. Diese seien nun in Kabul "von den Radikalislamisten aufgespürt und drangsaliert" worden, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Grünen-Bundestagsabgeordneten Schahina Gambir und Marcel Emmerich. "Jetzt wird klar, dass diese Menschen selbst in Gästehäusern unter deutschem Schutz nicht mehr sicher sind. Das ist ungeheuerlich."

(U.Stolizkaya--DTZ)

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