Deutsche Tageszeitung - Trump: "Riesige Flotte" ist unterwegs in Richtung Iran

Trump: "Riesige Flotte" ist unterwegs in Richtung Iran


Trump: "Riesige Flotte" ist unterwegs in Richtung Iran
Trump: "Riesige Flotte" ist unterwegs in Richtung Iran / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump hat den Druck auf den Iran erhöht und die Verlegung einer "riesigen Flotte" in die Golfregion verkündet. "Wir haben viele Schiffe in diese Richtung geschickt, nur für den Fall", sagte Trump am Donnerstag an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One. "Mir wäre es lieber, wenn nichts passiert, aber wir beobachten sie sehr genau", fügte er mit Blick auf das Regime in Teheran und dessen brutales Vorgehen gegen Demonstranten hinzu.

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US-Medien hatten zuvor berichtet, der Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln" sei von Manövern im Südchinesischen Meer in den Nahen Osten beordert worden. Trump bestätigte nun die laufenden Vorbereitungen: "Wir beobachten den Iran", sagte er. Der US-Präsident sprach von einer "Armada" und einer "riesigen Flotte" für die Golfregion. Er fügte jedoch hinzu: "Vielleicht müssen wir sie gar nicht einsetzen."

Zuvor hatte der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden die USA und Israel vor "Fehlkalkulationen" und folgenschweren Konsequenzen eines Angriffs auf sein Land gewarnt. Die Revolutionsgarden hätten "den Finger am Abzug", erklärte General Mohammed Pakpur. Er warnte die USA und Israel davor, falsche Schlüsse aus "historischen Erfahrungen" und dem Zwölf-Tage-Krieg im vergangenen Juni zu ziehen, "damit sie kein noch schmerzlicheres und bedauerlicheres Schicksal ereilt". Ein anderer hochrangiger Vertreter der iranischen Armee, General Ali Abdollahi Aliabadi, warnte, dass im Falle eines Angriffs auf sein Land, "US-Stützpunkte" und andere "Einflusszentren" "legitime Ziele" wären.

Die USA hatten im Juni an der Seite Israels in den Zwölf-Tage-Krieg eingegriffen. Trump drohte seitdem mehrfach mit einem erneuten militärischen Einsatz im Iran, zuletzt während der Niederschlagung der jüngsten Massenproteste. Diese hatten sich Ende Dezember am Zorn über die schlechte Wirtschaftslage im Iran entzündet, weiteten sich in diesem Monat aber rasch zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Die iranischen Sicherheitskräfte gingen gewaltsam gegen die Protestbewegung vor. Nach Angaben der iranischen Behörden wurden insgesamt 3117 Menschen getötet. Menschenrechtsorganisationen gehen von einer weitaus höheren Zahl von Todesopfern aus.

(W.Budayev--DTZ)

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