Deutsche Tageszeitung - General: Nato will an Grenze zu Russland "automatisierte Zone" schaffen

General: Nato will an Grenze zu Russland "automatisierte Zone" schaffen


General: Nato will an Grenze zu Russland "automatisierte Zone" schaffen
General: Nato will an Grenze zu Russland "automatisierte Zone" schaffen / Foto: © AFP

Die Nato will nach Angaben eines Bundeswehr-Generals in den kommenden zwei Jahren an der Grenze zu Russland massiv aufrüsten, deutlich mehr Waffen einlagern und eine menschenleere "automatisierte Zone" schaffen. "Wir werden spürbar größere Vorräte als bisher in den Nato-Grenzstaaten zu Russland sehen", sagte Bundeswehr-Brigadegeneral Thomas Lowin der "Welt am Sonntag". Dazu gehörten beispielsweise "Waffen- und Munitionsdepots zur Wiederbewaffnung der Verteidigungssysteme in der automatisierten Zone, aber auch zur Ausrüstung der Nato-Streitkräfte", sagte der Vizechef des Stabes für Operationsführung im Nato-Landkommando im türkischen Izmir.

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Die Nato will laut Lowin zudem "ein komplexes, mehrschichtiges Verteidigungssystem entlang der Grenze zu Russland und Weißrussland aufbauen und zur Verteidigung nicht nur konventionelle Truppen einsetzen, sondern durch Hindernisse und den Einsatz von Technik eine roboterisierte oder automatisierte Zone im grenznahen Bereich zum Gegner schaffen, die dieser dann erst einmal überwinden" müsse.

Ein System aus Aufklärungssensoren und weitgehend automatisierten und roboterisierten Waffen soll dabei helfen, russische Streitkräfte in der ersten Phase des Angriffs aufzuhalten, und dabei gleichzeitig die eigenen Soldaten zu schonen. Laut dem General ist die neue automatisierte Zone an der Grenze zu Russland und Belarus weitgehend menschenleer.

Mit Lowin spricht laut "WamS" erstmals ein Nato-General öffentlich über das neue Verteidigungskonzept Eastern Flank Deterrence Line (EDFL) (Ostflanken-Abschreckungslinie). Das Konzept soll nach Informationen der Zeitung möglichst bereits bis Ende 2027 umgesetzt werden.

(M.Dylatov--DTZ)

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