Deutsche Tageszeitung - Frankreich schickt Flugzeugträger zu Manöver in den Nordatlantik

Frankreich schickt Flugzeugträger zu Manöver in den Nordatlantik


Frankreich schickt Flugzeugträger zu Manöver in den Nordatlantik
Frankreich schickt Flugzeugträger zu Manöver in den Nordatlantik / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Hintergrund der jüngsten Spannungen um Grönland soll der französische Flugzeugträger Charles de Gaulle nach übereinstimmenden Quellen an einer Militärübung im Nordatlantik teilnehmen. Das Verteidigungsministerium bestätigte am Dienstag in Paris die Teilnahme an dem multinationalen Manöver Orion 26, ohne jedoch den Ort näher zu bestimmen. Der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe seien aus dem südfranzösischen Hafen von Toulon ausgelaufen.

Textgröße ändern:

Der Nordatlantik ist zu einer diplomatisch sensiblen Zone geworden, seit US-Präsident Donald Trump seinen Willen bekundet hat, Grönland unter die Kontrolle der USA zu bringen. Inzwischen vollzog er eine Kehrtwende und schloss den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme der Arktisinsel aus. Nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos sprach der US-Präsident am vergangenen Mittwoch von einer Einigung auf ein Rahmenwerk für ein Grönland-Abkommen.

In dem Streit hatten mehrere europäische Länder ihre Solidarität mit Dänemark bekundet. Frankreich und Deutschland entsandten auch kurzfristig Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Selenskyj fordert Wiederherstellung der Ölsanktionen gegen Russland

Angesichts der zwischen den USA und dem Iran vereinbarten Waffenruhe hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine vollständige Wiedereinsetzung der gegen Russland verhängten Ölsanktionen gefordert. "Jetzt beginnt ein Waffenstillstand im Nahen Osten und am Golf. Und ich erwarte, dass die Sanktionen gegen russisches Öl wieder vollständig eingeführt werden, so wie sie zuvor waren", erklärte Selenskyj am Freitag.

Myanmar: Ex-Junta-Chef Min Aung Hlaing legt Amtseid als Präsident ab

In Myanmar hat der Ex-Chef der Militärjunta, Min Aung Hlaing, am Freitag seinen Eid als Präsident des südostasiatischen Landes abgelegt. Bei einer Zeremonie im Parlament in der Hauptstadt Naypyidaw sprach er den Amtseid und gelobte, sich um Gerechtigkeit, Freiheit und Gleichheit in seinem Land zu bemühen. "Ich werde mich dem Dienst an der Republik der Union von Myanmar widmen", sagte der 69-Jährige.

US-Kreise: Israel und Libanon wollen nächste Woche in Washington verhandeln

Israel und der Libanon wollen nach Angaben eines US-Regierungsvertreters in der kommenden Woche in Washington Gespräche zur Beilegung der Kämpfe führen. Ein Vertreter des US-Außenministeriums bestätigte am Donnerstag, dass es ein Treffen unter US-Vermittlung geben werde, "um die laufenden Waffenruheverhandlungen mit Israel und dem Libanon zu erörtern". Die israelische Armee setzte derweil ihren Einsatz im Libanon fort, auch die Hisbollah feuerte erneut Raketen auf Israel. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif warf Israel vor, im Libanon einen "Völkermord" zu begehen.

Kubas Präsident will nicht unter US-Druck zurücktreten

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel hat einen Rücktritt unter Druck aus den USA ausgeschlossen. "Die US-Regierung, die diese feindselige Politik gegen Kuba betreibt, hat keine moralische Grundlage, von Kuba irgendetwas zu verlangen", sagte Díaz-Canel am Donnerstag (Ortszeit) dem US-Sender NBC News. "Der Gedanke, dass Revolutionäre aufgeben und zurücktreten, das gehört nicht zu unserem Vokabular", fügte er hinzu.

Textgröße ändern: