Deutsche Tageszeitung - Putin lobt bei Besuch des syrischen Präsidenten in Moskau dessen Erfolge

Putin lobt bei Besuch des syrischen Präsidenten in Moskau dessen Erfolge


Putin lobt bei Besuch des syrischen Präsidenten in Moskau dessen Erfolge
Putin lobt bei Besuch des syrischen Präsidenten in Moskau dessen Erfolge / Foto: © POOL/AFP

Kremlchef Wladimir Putin hat am Mittwoch den syrischen Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa in Moskau empfangen und dessen Erfolge gelobt. "Mit Blick auf die Wiederherstellung unserer zwischenstaatlichen Beziehungen wurde viel erreicht", sagte Putin bei dem im Fernsehen übertragenen Treffen mit al-Scharaa am Mittwoch.

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"Wir haben Ihre Bemühungen zur Wiederherstellung der territorialen Integrität Syriens aufmerksam verfolgt, und ich möchte Ihnen zu der Dynamik gratulieren, die dieser Prozess derzeit gewinnt", sagte Putin weiter. Offenbar bezog er sich damit auf al-Scharaas jüngste Offensive gegen kurdische Kämpfer im Nordosten Syriens.

Al-Scharaa seinerseits erklärte bei seinem zweiten Treffen mit Putin seit seinem Amtsantritt, Russland habe "eine historische Rolle nicht nur für die Einheit und Stabilität Syriens, sondern für die gesamte Region".

Weder Putin noch al-Scharaa sprachen die militärische Präsenz Russlands in Syrien an - obwohl Kremlsprecher Dmitri Peskow zuvor angekündigt hatte, diese werde "zweifelsohne" bei den Gesprächen Thema sein.

Russland war ein wichtiger Verbündeter des syrischen Langzeitherrschers Baschar al-Assad während des 14 Jahre lang andauernden Bürgerkriegs in Syrien und unterstützte die syrische Armee, indem russische Soldaten Luftangriffe auf die von Dschihadisten kontrollierten Gebiete flogen.

Nach dem Sturz Assads durch Dschihadisten im Dezember 2024 hat Russland stark an Einfluss in der Region eingebüßt, hofft jedoch, seine militärische Präsenz in dem Land aufrecht erhalten zu können.

Russland hat noch zwei Militärstützpunkte in Syrien - den Luftwaffenstützpunkt Hmeimim und den Marinestützpunkt Tartus, die beide im Westen an der Mittelmeerküste liegen. Es sind die einzigen russischen Militärbasen im Ausland, die nicht in ehemaligen Sowjetstaaten liegen.

Anfang der Woche hatte der Kreml seine Streitkräfte vom Flughafen Kamischli im kurdisch kontrollierten Nordosten Syriens angezogen.

Syrien hat mehrfach seine Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Moskau bekundet - obwohl es mehrfach die Auslieferung von Machthaber Assad gefordert hat, der nach seinem Sturz nach Russland geflohen war.

US-Präsident Donald Trump hatte al-Scharaa am Dienstag als "hoch angesehen" gelobt und erklärt, die Dinge in Syrien würden "sehr gut laufen".

(I.Beryonev--DTZ)

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