Deutsche Tageszeitung - Bundestagspräsidentin Klöckner bekräftigt Wunsch nach weiblichem Staatsoberhaupt

Bundestagspräsidentin Klöckner bekräftigt Wunsch nach weiblichem Staatsoberhaupt


Bundestagspräsidentin Klöckner bekräftigt Wunsch nach weiblichem Staatsoberhaupt
Bundestagspräsidentin Klöckner bekräftigt Wunsch nach weiblichem Staatsoberhaupt / Foto: © AFP/Archiv

Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) hat frühere Äußerungen bekräftigt, wonach sie es für überfällig hält, dass Deutschland ein weibliches Staatsoberhaupt bekommt. Sie beteilige sich zwar nicht an den Personalspekulationen um mögliche Nachfolger von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, sagte Klöckner der "Bild am Sonntag". Sie halte es aber für "sehr verwunderlich, dass in all den Jahren noch keine Frau im Schloss Bellevue war", fügte sie hinzu.

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"Es kann ja nicht an der Kompetenz und Intelligenz und Verfügbarkeit liegen, wenn die Hälfte unserer Gesellschaft aus Frauen besteht", sagte Klöckner weiter. Die Bundestagspräsidentin hatte bereits im November gesagt, eine Bundespräsidentin würde Deutschland gut zu Gesicht stehen. "Auffällig ist, dass wir bis dato zwölf Männer hatten und dass es bisher noch nie eine Frau war. Es wird mal Zeit, würde ich sagen", sagte Klöckner vor zwei Monaten in der Sendung "Pinar Atalay" bei ntv.

Auch Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) plädierte für eine Frau als nächstes deutsches Staatsoberhaupt. "Ich kann mir das sehr gut vorstellen, dass wir 2027 eine Frau zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland zur Bundespräsidentin wählen", sagte Merz August beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung in Berlin. "Das wäre gut."

Der Kanzler verwies darauf, dass er als Unions-Fraktionschef dafür gesorgt habe, dass die frühere Landwirtschaftsministerin Klöckner als Bundestagspräsidentin nominiert wurde.

Die nächste Wahl des deutschen Staatsoberhaupts findet regulär im Jahr 2027 statt.

(P.Tomczyk--DTZ)

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