Deutsche Tageszeitung - Teilergebnisse: Rechtsgerichtete Kandidatin bei Präsidentschaftswahl in Costa Rica vorn

Teilergebnisse: Rechtsgerichtete Kandidatin bei Präsidentschaftswahl in Costa Rica vorn


Teilergebnisse: Rechtsgerichtete Kandidatin bei Präsidentschaftswahl in Costa Rica vorn
Teilergebnisse: Rechtsgerichtete Kandidatin bei Präsidentschaftswahl in Costa Rica vorn / Foto: © AFP

Die rechtsgerichtete Ex-Ministerin Laura Fernández liegt Teilergebnissen zufolge bei der Präsidentschaftswahl in Costa Rica deutlich vorn. Nach Auszählung von fast einem Drittel aller Wahlkreise kam Fernández auf knapp 53 Prozent der Stimmen, 13 Prozent über dem für einen Wahlsieg in der ersten Runde benötigten Stimmanteil, wie die Wahlbehörde des zentralamerikanischen Landes am Sonntag (Ortszeit) mitteilte. Der Präsident von El Salvador, Nayib Bukele, gratulierte Fernández zum Wahlsieg.

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Rund 3,7 Millionen Wahlberechtigte waren zur Stimmabgabe bei den Präsidentschafts- und Parlamentswahlen in Costa Rica aufgerufen gewesen. Favoritin für das höchste Staatsamt war Fernández, die ein rigoroses Vorgehen gegen die Drogenkriminalität angekündigt hat. Die 39-jährige Politologin bezeichnet El Salvadors Präsidenten Bukele als ihr Vorbild. Bukele geht mit eiserner Faust gegen kriminelle Banden vor.

Bukele wartete nicht auf die Auszählung aller Wahlkreise und gratulierte Fernández kurze Zeit nach der Bekanntgabe ihrer Führung zum Wahlsieg. "Ich habe soeben telefonisch der gewählten Präsidentin von Costa Rica, Laura Fernández, gratuliert", erklärte Bukele im Onlinedienst X. "Ich wünsche ihr größtmöglichen Erfolg in ihrer Regierung und alles Gute für das geliebte Brudervolk Costa Ricas", fügte der salvadorianische Präsident hinzu.

Fernández trat für die konservative Partei PPSO des scheidenden Präsidenten Rodrigo Chaves an, der gemäß der Verfassung des zentralamerikanischen Landes nicht für eine zweite Amtszeit kandidieren durfte. Zu Fernández' Rivalen gehören der linksgerichtete Politiker Ariel Robles und der moderat-konservative Ökonom Álvaro Ramos.

Für den Wahlsieg bereits in der ersten Runde der Präsidentschaftswahl werden mindestens 40 Prozent der Stimmen benötigt. Falls keiner der Kandidaten diesen Stimmenanteil erreicht, findet im April eine zweite Runde statt.

Fernández war in der jüngsten Umfrage der Universität von Costa Rica auf 44 Prozent gekommen. Allerdings wurde in dieser Erhebung ein Anteil von 26 Prozent noch unentschlossener Wählerinnen und Wähler verzeichnet.

Das 5,2-Millionen-Einwohner-Land in Zentralamerika genießt wegen seiner stabilen demokratischen Verhältnisse und seiner Naturschönheiten international einen guten Ruf und ist bei Touristen beliebt. Allerdings hat in Costa Rica die Gewaltkriminalität deutlich zugenommen, weshalb Fragen der Sicherheit bei den Wahlen eine zentrale Rolle spielten.

(W.Budayev--DTZ)

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