Deutsche Tageszeitung - Geschäftsträgerin der USA in Venezuela bespricht "Übergang" mit Rodríguez

Geschäftsträgerin der USA in Venezuela bespricht "Übergang" mit Rodríguez


Geschäftsträgerin der USA in Venezuela bespricht "Übergang" mit Rodríguez
Geschäftsträgerin der USA in Venezuela bespricht "Übergang" mit Rodríguez / Foto: © Venezuelan Presidency/AFP

Die neue Geschäftsträgerin der USA in Venezuela hat mit der venezolanischen Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez über den "Übergang" in dem südamerikanischen Land gesprochen. Sie habe mit Rodríguez über die US-Pläne für "Stabilisierung, wirtschaftliche Erholung, Versöhnung und Übergang", gesprochen, hieß es in einer am Montag (Ortszeit) im Onlinedienst X veröffentlichten Erklärung von Washingtons Geschäftsträgerin Laura Dogu. Dazu veröffentlichte die US-Botschaft ein Foto von Dogus Treffen mit Rodríguez.

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Rodríguez ernannte derweil mehrere neue Mitglieder ihres Kabinetts. Der ehemalige Außenminister Félix Plasencia soll venezolanischer Botschafter in den USA werden. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Venezuela und den USA waren 2019 abgebrochen worden. Zudem ernannte Rodríguez Daniella Cabello, die Tochter des mächtigen Innenministers Diosdado Cabello, zur venezolanischen Tourismusministerin.

Die venezolanische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado erklärte sich unterdessen zu einem Treffen mit Rodríguez bereit. "Wenn es notwendig ist, in einem Treffen Gedanken auszutauschen, um einen Zeitplan für den Übergang festzulegen, wird es stattfinden", sagte Machado während eines Videogesprächs mit Journalisten. Sie fügte jedoch hinzu, dass Rodríguez' Übergangsregierung "immer noch die Mafia ist".

Nach der gewaltsamen Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz in Caracas Anfang Januar war seine Stellvertreterin Rodríguez zur Übergangspräsidentin ernannt worden. Maduro ist seither in New York inhaftiert, ihm soll dort wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden.

Trump hatte nach der Gefangennahme Maduros gesagt, Venezuela stehe nun unter der Kontrolle der USA. Übergangspräsidentin Rodríguez hat er als "fantastisch" gelobt. Rodríguez hat eine Reform des venezolanischen Ölsektors eingeleitet, um diesen stärker für Investitionen von Privatunternehmen zu öffnen. Auch arbeitet sie mit der US-Regierung an einer Wiedereröffnung der kommerziellen Flugverbindungen zwischen Venezuela und den USA, die seit 2019 eingestellt sind.

Rodríguez kündigte zudem eine Massenamnestie für Häftlinge an, die wegen "politischer Gewalt" einsäßen. Außerdem erklärte sie, das berüchtigte Gefängnis El Helicoide in Caracas schließen zu lassen.

Trumps Unterstützung für Rodríguez ist ein Rückschlag für die konservative Oppositionschefin Machado, die in Venezuela im Untergrund gelebt hatte und sich derzeit im Nachbarland Kolumbien aufhält.

(L.Barsayjeva--DTZ)

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