Deutsche Tageszeitung - Epstein-Skandal: Clintons fordern ihre öffentliche Anhörung in Kongressausschuss

Epstein-Skandal: Clintons fordern ihre öffentliche Anhörung in Kongressausschuss


Epstein-Skandal: Clintons fordern ihre öffentliche Anhörung in Kongressausschuss
Epstein-Skandal: Clintons fordern ihre öffentliche Anhörung in Kongressausschuss / Foto: © AFP/Archiv

Im Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein haben Ex-Präsident Bill Clinton und seine Frau Hillary Clinton gefordert, dass ihre geplanten Aussagen vor einem Untersuchungsausschuss im Kongress nicht hinter verschlossenen Türen stattfinden. "Lasst uns die Spielchen beenden und das richtig machen: mit einer öffentlichen Anhörung", schrieb Bill Clinton am Freitag (Ortszeit) im Onlinedienst X.

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Die ehemalige First Lady und Außenministerin Hillary Clinton erklärte, sie und ihr Mann hätten dem republikanisch geführten, ständigen Untersuchungsausschuss im US-Repräsentantenhaus bereits alles mitgeteilt, was sie wüssten. Zu der für Ende Februar geplanten Anhörung der Clintons erklärte sie auf X: "Wenn Sie diesen Kampf wollen (...), führen wir ihn öffentlich."

Hillary Clinton soll im Zusammenhang mit den Epstein-Enthüllungen am 26. Februar vor dem Ausschuss aussagen, ihr Mann am 27. Februar. Demokraten wie die Clintons werfen der Regierung vor, den Epstein-Skandal für parteipolitische Zweck instrumentalisieren zu wollen. Der republikanische Präsident Donald Trump, der wie die Clintons Verbindungen zu Epstein hatte, wurde vom Ausschuss nicht zur Aussage vorgeladen.

Die Clintons hatten eine Aussage vor dem Untersuchungsausschuss zunächst verweigert, ihre Anwälte verwiesen darauf, dass das Paar bereits zuvor alle verfügbaren Informationen übermittelt habe. Die Republikaner im Repräsentantenhaus drohten daraufhin mit einem Verfahren wegen Missachtung des Kongresses. Die Clintons lenkten schließlich ein, bezeichneten das Verfahren jedoch als politisch motiviert.

Der Name des Paares taucht wie der von Trump und zahlreicher weiterer Politiker und anderer Prominenter in den Akten über Epstein auf. Ein Fehlverhalten konnte weder dem demokratischen Politikerpaar noch Trump nachgewiesen werden.

Der in höchsten Kreisen vernetzte US-Investor Epstein stand unter Verdacht, tausende Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt zu haben. Er wurde 2019 erhängt in seiner New Yorker Gefängniszelle gefunden, nach offiziellen Angaben beging er Suizid.

In der vergangenen Woche hatte das US-Justizministerium weitere Dokumente zu Epstein veröffentlicht. Darin werden wie in den bereits zuvor veröffentlichten Akten zahlreiche prominente und einflussreiche Menschen erwähnt, darunter Trump, Microsoft-Gründer Bill Gates und der britische Ex-Prinz Andrew.

(V.Korablyov--DTZ)

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