Deutsche Tageszeitung - Außenminister: Iran wird Uran-Anreicherung selbst im Kriegsfall nicht aufgeben

Außenminister: Iran wird Uran-Anreicherung selbst im Kriegsfall nicht aufgeben


Außenminister: Iran wird Uran-Anreicherung selbst im Kriegsfall nicht aufgeben
Außenminister: Iran wird Uran-Anreicherung selbst im Kriegsfall nicht aufgeben / Foto: © AFP

Zwei Tage nach neuen Gesprächen mit den USA über das iranische Atomprogramm hat Irans Außenminister Abbas Araghtschi Forderungen nach dem Ende von Teherans Uran-Anreicherung eine Absage erteilt. "Warum bestehen wir so sehr auf der Anreicherung (von Uran) und weigern uns, darauf zu verzichten, selbst wenn uns ein Krieg aufgezwungen wird? Weil niemand das Recht hat, uns unser Verhalten vorzuschreiben", sagte Araghtschi am Sonntag auf einem Forum in Teheran.

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Für sein "friedliches Atomprogramm und seine Uran-Anreicherung" habe der Iran "einen sehr hohen Preis bezahlt", fügte Araghtschi hinzu. Der iranische Außenminister äußerte sich zwei Tage nach neuen Atomgesprächen mit den USA im Oman.

Die Entsendung von US-Militärschiffen in die Region schrecke den Iran nicht ab, sagte Araghtschi weiter. "Wir sind ein Volk der Diplomatie, wir sind auch ein Volk des Krieges", drohte er. Dies bedeute jedoch nicht, "dass wir den Krieg suchen".

Die USA und der Iran hatten am Freitag im Oman indirekte Gespräche über das iranische Atomprogramm geführt. Die Verhandlungen in Maskat wurden auch vor dem Hintergrund einer drohenden Eskalation zwischen dem Iran und den USA geführt. Westliche Staaten werfen dem Iran seit Jahren vor, nach der Atombombe zu streben - was Teheran bestreitet.

Einen Tag nach den Gesprächen mit dem Iran besuchten die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner den in den Persischen Golf entsandten US-Flugzeugträger "USS Abraham Lincoln", den US-Präsident Donald Trump als Zeichen erhöhten Drucks gegen den Iran in die Region geschickt hatte. Witkoff erklärte in Online-Netzwerken, der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe "sorgen für unsere Sicherheit und verleihen Präsident Trumps Botschaft des Friedens durch Stärke Nachdruck".

(P.Tomczyk--DTZ)

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