Deutsche Tageszeitung - Treibstoffkrise: Auswärtiges Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab

Treibstoffkrise: Auswärtiges Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab


Treibstoffkrise: Auswärtiges Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab
Treibstoffkrise: Auswärtiges Amt rät von nicht notwendigen Reisen nach Kuba ab / Foto: © AFP

Wegen der akuten Treibstoffkrise in Kuba rät das Auswärtige Amt derzeit von nicht notwendigen Reisen in den Karibikstaat ab. Das Ausbleiben von Öl- und Treibstofflieferungen aus dem Ausland führe in Kuba zu erheblichen Ausfällen bei der Energie- und Treibstoffversorgung, die sich auf alle Lebensbereiche auswirke, erklärte das Auswärtige Amt am Dienstag in Berlin. Vor allem die medizinische Versorgung im Land werde durch die Energiekrise weiter beeinträchtigt.

Textgröße ändern:

Betroffen seien auch die Notfallversorgung im Krankheitsfall sowie medizinisch notwendige Rücktransporte, betonte das Auswärtige Amt. Es verwies darauf, dass seit Wochenbeginn Flugzeuge aus dem Ausland in Kuba nicht mehr aufgetankt werden, es komme zu erheblichen Einschränkungen im Flugbetrieb. Verschiedene Hotels seien bereits geschlossen worden.

"Im gesamten Land sind seit längerem mehrstündige, tägliche Stromabschaltungen mit Auswirkungen auf die Wasser- und Lebensmittelversorgung die Regel", heißt es in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amtes im Internet. "Öffentlicher Nahverkehr, Straßenbeleuchtung, Ampeln, Geldautomaten, Kommunikations- und Sicherheitssysteme sind bereits stark eingeschränkt oder können ausfallen."

Wer unbedingt nach Kuba reisen müsse, soll sich den Angaben zufolge auf "erhebliche Beeinträchtigungen" vorbereiten - "insbesondere auf Knappheit von Diesel und Benzin, Wasser, Lebensmitteln und Medikamenten, sowie eine weitere Einschränkung der medizinischen Notfallversorgung".

Vor dem Hintergrund der durch die US-Sanktionen verschärften Energiekrise hat Kuba seit Montag die Betankung von Flugzeugen vorübergehend ausgesetzt. Weitere derzeit geltende Notmaßnahmen sind unter anderem eine Vier-Tage-Woche in staatlichen Unternehmen und massive Beschränkungen beim Benzinverkauf und im Bus- und Zugverkehr.

(I.Beryonev--DTZ)

Empfohlen

Frankreich wirft Ungarn wegen Weitergabe vertraulicher EU-Infos "Verrat" vor

Nach Berichten über eine Weitergabe vertraulicher EU-Inhalte durch den ungarischen Außenminister an seinen russischen Kollegen hat Frankreich "Verrat" angeprangert. "Es ist ein Verrat am Gebot der Solidarität, das zwischen EU-Mitgliedern gilt", sagte Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot am Donnerstag dem Sender France Inter. "Wenn wir in einer Welt, in der neue Großmächte entstehen, stark sein wollen, dann müssen wir geeint und solidarisch sein", fügte er hinzu.

Vier Migranten im Ärmelkanal tödlich verunglückt

Bei einer versuchten Überfahrt über den Ärmelkanal sind vier Migranten ums Leben gekommen. Zwei Frauen und zwei Männer seien von der Strömung fortgerissen worden, als sie bei Equihen-Plage vor der Küste ein Schlauchboot besteigen wollten, sagte der Präfekt des nordfranzösischen Départements Pas-de-Calais, François-Xavier Lauch. 38 weitere Menschen seien von Rettungskräften versorgt worden. Das Boot sei schließlich mit etwa 30 Passagieren weitergefahren.

Heftigste israelische Luftangriffe auf Hisbollah-Ziele in Beirut seit Kriegsbeginn

Libanons Hauptstadt Beirut ist am Tag der Waffenruhe-Einigung zwischen den USA und dem Iran von den heftigsten israelischen Angriffe seit dem Kriegseintritt der pro-iranischen Hisbollah erschüttert worden. Libanons Regierungschef Nawaf Salam erklärte den Donnerstag nach den Angriffen mit mehr als 200 Toten zum nationalen Trauertag. Laut US-Präsident Donald Trump erstreckt sich die mit Teheran ausgehandelte Feuerpause nicht auf den Libanon. International wurden die Angriffe scharf verurteilt, die Hisbollah feuerte derweil erneut Raketen auf Israel.

Preise an den Zapfsäulen sinken leicht

Die Preise an den deutschen Tankstellen sind zuletzt etwas gesunken: Am Mittwoch kostete ein Liter Super E10 im Tagesdurchschnitt 2,155 Euro und damit 3,3 Cent weniger als am Vortag, wie der ADAC in München mitteilte. Diesel verbilligte sich um 2,8 Cent auf 2,419 Euro pro Liter.

Textgröße ändern: