Deutsche Tageszeitung - Bericht: Chrupalla beschäftigt Ehefrau eines anderen AfD-Politikers

Bericht: Chrupalla beschäftigt Ehefrau eines anderen AfD-Politikers


Bericht: Chrupalla beschäftigt Ehefrau eines anderen AfD-Politikers
Bericht: Chrupalla beschäftigt Ehefrau eines anderen AfD-Politikers / Foto: © AFP/Archiv

In der Debatte um die wechselseitige Beschäftigung von Familienangehörigen oder engen Verwandten in Büros unterschiedlicher AfD-Abgeordneter gibt es nun auch Vorwürfe gegen den Bundesvorsitzenden der Partei, Tino Chrupalla. Wie der MDR am Donnerstag unter Berufung auf eigene Recherchen mitteilte, beschäftigt Chrupalla in seinen Bürgerbüros die Ehefrau des sächsischen AfD-Landtagsabgeordneten Roberto Kuhnert. Debatten gibt es seit Tagen insbesondere um ähnliche Arbeitsverhältnisse von AfD-Abgeordneten besonders aus Sachsen-Anhalt.

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Chrupalla wies Vorwürfe gegen sich zurück. Er erklärte im Internetdienst X, die Frau Kuhnerts koordiniere in seinem Wahlkreis "seit 2017 Bürgeranfragen und Besucherfahrten in den Deutschen Bundestag" und fügte an: "Ihr Ehemann wurde erst 2019 in ein Landtagsmandat gewählt." Er selbst sei mit seiner Mitarbeiterin weder verwandt noch bestünden Überkreuzbeschäftigungen im Büro Kuhnerts.

Der MDR wies in seinem Bericht allerdings darauf hin, dass Chrupalla mit Kuhnert auch bereits vor dessen Einzug in den Landtag eng zusammengearbeitet habe. Dieser sei mindestens seit 2016 Sprecher von Chrupallas AfD-Kreisverband Görlitz gewesen und habe sich auch 2017 in Chrupallas Wahlkampf-Team zur Bundestagswahl 2017 engagiert. Zudem teile sich Chrupalla seine Bürgerbüros in Weißwasser und Niesky mit Kuhnert. Dies seien genau jene Büros, in denen Kuhnerts Frau von Chrupalla angestellt sei.

Der Sender erinnerte auch daran, dass Chrupalla erst am Sonntag in der ARD-Sendung "Caren Miosga" Jobs für Angehörige von anderen AfD-Mitgliedern kritisiert und von einem "Geschmäckle" gesprochen hatte. Dabei ging es um mehrere Fälle von Überkreuzanstellungen vor allem durch AfD-Abgeordnete aus Sachsen-Anhalt, bei denen teils wechselseitig Familienmitglieder anderer Abgeordneter eingestellt worden waren.

(A.Stefanowych--DTZ)

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