Deutsche Tageszeitung - Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim bei Parteitag befördert

Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim bei Parteitag befördert


Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim bei Parteitag befördert
Schwester von Nordkoreas Machthaber Kim bei Parteitag befördert / Foto: © AFP/Archiv

Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un ist bei dem alle fünf Jahre stattfindenden Parteitag der nordkoreanischen Arbeiterpartei innerhalb der Führungsstruktur der Partei befördert worden. Kim Yo Jong, bislang eine stellvertretende Abteilungsleiterin, wurde vom Zentralkomitee der Partei zu einer vollwertigen Abteilungsleiterin ernannt, wie die staatliche nordkoreanische Nachrichtenagentur KCNA am Dienstag berichtete. Kim Yo Jong zählt zu den engsten Vertrauten ihres Bruders und ist eine der einflussreichsten Frauen in Pjöngjang.

Textgröße ändern:

Seoul zufolge wurde Kim Yo Jong Ende der 1980er-Jahre geboren. Sie ist eines von drei Kindern, die Kims Vater und Vorgänger, Kim Jong Il, mit seiner dritten bekannten Partnerin, der ehemaligen Tänzerin Ko Yong Hui, hatte. Sie wurde zusammen mit ihrem Bruder in der Schweiz ausgebildet und stieg rasch in den Rängen auf, nachdem Kim nach dem Tod ihres Vaters im Jahr 2011 die Macht übernommen hatte.

Pjöngjang nutzt häufig Kim Yo Jongs Namen, um Erklärungen zu veröffentlichen, in denen die Positionen der Regierung dargelegt oder Südkorea und die USA kritisiert werden. 2018 hatte sie den südlichen Nachbarn während einer Phase der Annäherung zwischen Pjöngjang und Seoul zu den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang besucht.

Zum neunten Parteitag der Arbeiterpartei versammelten sich tausende Führungskader im Haus der Kultur in der Hauptstadt Pjöngjang. Machthaber Kim war am Donnerstag von den Delegierten mit rauschendem Beifall begrüßt worden. In seiner Eröffnungsrede sagte er, Nordkorea habe "in unumkehrbarer Weise seinen Status auf der internationalen Bühne gefestigt". Zugleich nannte er eine Verbesserung der Lebensverhältnisse für die Bevölkerung des Landes als Priorität. Am Montag wurde er von den Delegierten als Generalsekretär de Arbeiterpartei wiedergewählt.

Schon im Vorfeld hatte Kim angekündigt, dass im Verlaufe des Parteitags die nächste Phase des Atomprogramms präsentiert werden solle. Bei der Versammlung der Arbeiterpartei wird ein weiterer Fokus der Beobachter zudem darauf liegen, ob Kims Tochter Kim Ju Ae erscheint. Die Tochter im Teenager-Alter hatte den Machthaber zuletzt mehrfach bei öffentlichen Terminen begleitet - dies sorgte für Mutmaßungen, dass Kim sie zu seiner Nachfolgerin auserkoren habe.

(L.Møller--DTZ)

Empfohlen

Steinmeier ehrt Medaillengewinner mit Silbernem Lorbeerblatt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat am Montag in Berlin zahlreiche Medaillengewinnerinnen und -gewinner der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 mit dem Silbernen Lorbeerblatt ausgezeichnet. Die 1950 von Bundespräsident Theodor Heuss gestiftete Auszeichnung ist die höchste nationale Ehrung für Spitzenleistungen im deutschen Sport.

Kommunen warnen vor weiteren Rekorddefiziten: rund 30 Milliarden Euro pro Jahr

Die Kommunen haben vor weiteren Milliardendefiziten in den nächsten Jahren gewarnt - und den Bund zur Unterstützung aufgefordert. "Seit wenigen Tagen kennen wir die aktuelle Finanzprognose bis 2029 und der Befund ist dramatisch", sagte der Präsident des Deutschen Landkreistages, Achim Brötel (CDU), am Montag in Berlin. Für 2026 erwarteten die Kommunen ein Defizit von 29,7 Milliarden Euro, für 2027 von 29,6 Milliarden und für 2028 von 28,9 Milliarden.

Pantisano: Äußerung zu CDU "verkürzt und in dieser Form falsch"

Der neue Linken-Chef Luigi Pantisano hat sich für seine umstrittene Äußerung zur CDU entschuldigt. "Meine Aussage, es gebe derzeit keinen Unterschied zwischen der Politik der CDU und der AfD, war verkürzt und in dieser Form falsch", erklärte er am Montag. "Dafür bitte ich um Entschuldigung, insbesondere bei denjenigen in der CDU, die immer wieder die Notwendigkeit einer klaren Brandmauer zur AfD betonen."

Britischer Premierminister Starmer tritt zurück

Angesichts des massiven Drucks aus seiner eigenen Partei hat der britische Premierminister Keir Starmer seinen Rücktritt angekündigt. "Ich werde als Vorsitzender der Labour-Partei zurücktreten", sagte Starmer am Montag vor seinem Amtssitz in der Downing Street in London. Starmer gab bekannt, dass er bis zur Wahl seines Nachfolgers vorerst Regierungschef bleiben werde. Sein Nachfolger soll den Labour-Vorsitz und das damit verknüpfte Amt des Premierministers laut Starmer antreten, bevor das Parlament Anfang September aus der Sommerpause zurückkehrt.

Textgröße ändern: