Deutsche Tageszeitung - Iranerin in Paris wegen Terror-Verherrlichung zu einem Jahr Haft verurteilt

Iranerin in Paris wegen Terror-Verherrlichung zu einem Jahr Haft verurteilt


Iranerin in Paris wegen Terror-Verherrlichung zu einem Jahr Haft verurteilt
Iranerin in Paris wegen Terror-Verherrlichung zu einem Jahr Haft verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Wegen Verherrlichung von Terrorakten ist eine Iranerin in Paris zu einem Jahr Gefängnis verurteilt worden. Ein Gericht in Paris verhängte am Donnerstag zudem ein dauerhaftes Aufenthaltsverbot gegen die 39-jährige Mahdieh Esfandiari. Es wird erwartet, dass Esfandiari gegen zwei seit mehr als dreieinhalb Jahren im Iran festgehaltene Franzosen ausgetauscht wird.

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Die seit 2018 in Frankreich lebende Esfandiari war im vergangenen Jahr festgenommen worden, nachdem sie in Onlinediensten unter anderem positive Kommentare zum Überfall der radikalislamischen Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 veröffentlicht hatte. Die 39-Jährige wies die gegen sie erhobenen Vorwürfe zurück. Ihr Anwalt kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Die iranischen Behörden hatten vor Prozessbeginn Interesse bekundet, Esfandiari nach Abschluss des Gerichtsverfahrens gegen die beiden in Teheran festgehaltenen Franzosen Cécile Kohler und Jacques Paris auszutauschen.

Kohler und Paris waren im Mai 2022 während einer Iran-Reise wegen Spionagevorwürfen festgenommen worden. Anfang November kamen sie nach dreieinhalbjähriger Haft unter Auflagen frei. Sie halten sich seitdem in der französischen Botschaft in Teheran auf. Beide waren zu langen Haftstrafen verurteilt worden - Kohler zu 20 Jahren und Paris zu 17 Jahren Gefängnis. Die französische Regierung stuft die beiden als "Staatsgeiseln" des Iran ein, die dieser als Faustpfand für Verhandlungen nutze.

(M.Travkina--DTZ)

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