Deutsche Tageszeitung - Venezuelas Übergangspräsidentin fordert Ende von US-Sanktionen

Venezuelas Übergangspräsidentin fordert Ende von US-Sanktionen


Venezuelas Übergangspräsidentin fordert Ende von US-Sanktionen
Venezuelas Übergangspräsidentin fordert Ende von US-Sanktionen / Foto: © AFP/Archiv

Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez hat die US-Regierung zu einer Beendigung der "Blockade" sanktionierter Öltanker und der Sanktionen gegen das südamerikanische Land aufgefordert. "Die Blockade und die Sanktionen gegen Venezuela müssen jetzt enden", sagte Rodríguez bei einer Fernsehansprache am Donnerstag (Ortszeit). Die frühere Stellvertreterin des bei einem US-Militäreinsatz gefangengenommenen Präsidenten Nicolás Maduro bezeichnete Venezuela und die USA zudem als "Freunde".

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Rodríguez wandte sich in ihrer Rede an US-Präsident Donald Trump: "Präsident Trump, als Freunde, als Partner, eröffnen wir eine neue Agenda der Zusammenarbeit mit den USA", sagte die Übergangspräsidentin. Am Dienstag hatte Trump Venezuela in seiner Rede an die Nation als "unseren neuen Freund und Partner" bezeichnet.

Im Dezember hatte Trump eine "Blockade" sanktionierter Öltanker angeordnet, die nach Venezuela unterwegs waren oder von dort kamen. Eine Reihe weiterer Sanktionen wurden gegen Einzelpersonen und staatliche Einrichtungen in Caracas verhängt.

Am 3. Januar wurde Maduro bei einem US-Militäreinsatz gefangengenommen und in die USA gebracht. Er sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll. Seitdem setzt Trump auf eine Zusammenarbeit mit der Regierung in Caracas. Rodríguez bemüht sich um eine Normalisierung der Beziehungen zu den USA.

In den vergangenen Wochen lockerte Washington seine Sanktionen gegen Venezuela. US-Energieminister Chris Wright erklärte, das seit 2019 geltende US-Ölembargo sei "im Grunde beendet". Die US-Regierung erteilte zudem den großen Ölkonzernen BP, Chevron, Eni, Repsol und Shell Lizenzen zur Wiederaufnahme von Geschäften in Venezuela.

In den Lizenzen ist vorgesehen, dass die Öl- und Gaserlöse auf Konten gehen müssen, die vom Finanzministerium in Washington benannt werden. Zudem dürfen die Energiekonzerne China, den Iran oder Russland nicht an Investitionen in Venezuela beteiligen.

(V.Sørensen--DTZ)

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