Deutsche Tageszeitung - Japans Regierungschefin Takaichi gegen Öffnung des Kaiserthrons für Frauen

Japans Regierungschefin Takaichi gegen Öffnung des Kaiserthrons für Frauen


Japans Regierungschefin Takaichi gegen Öffnung des Kaiserthrons für Frauen
Japans Regierungschefin Takaichi gegen Öffnung des Kaiserthrons für Frauen / Foto: © JIJI PRESS/AFP/Archiv

Japans neue Regierungschefin Sanae Takaichi hat sich gegen eine Öffnung des Kaiserthrons für Frauen ausgesprochen. Ein Expertengremium habe es 2021 als "angemessen" eingestuft, die Thronfolge auf männliche Nachkommen der kaiserlichen Familie zu beschränken, sagte Takaichi am Freitag vor dem Parlament in Tokio. "Die Regierung und auch ich selbst respektieren diese Einschätzung", sagte Takaichi, die als erste Frau an der Spitze der japanischen Regierung steht.

Textgröße ändern:

In Japan dürfen nur Männer den Thron besteigen. Die Tochter von Kaiser Naruhito und Kaiserin Masako, Prinzessin Aiko, kann daher nicht Kaiserin werden. Auf Platz eins und zwei der Thronfolge stehen der jüngere Bruder von Kaiser Naruhito, Kronprinz Akishino, und dessen Sohn, Prinz Hisahito. Auch Hisahitos ältere Schwestern werden übergangen.

In Japan wird seit Jahrzehnten immer wieder über die strenge Thronfolgeregelung diskutiert. Umfragen zufolge sind die allermeisten Japanerinnen und Japaner offen für eine Frau an der Spitze des Kaiserhauses. Vor allem Takaichis konservative Regierungspartei will jedoch strikt an der patrilinearen Thronfolge festhalten.

(Y.Leyard--DTZ)

Empfohlen

Grüne fordern Koalition zu Rücknahme von Heizungsgesetz auf - vor Anhörung im Bundestag

Vor der Expertenanhörung im Bundestag zum neuen Heizungsgesetz haben die Grünen die Koalition zur Umkehr aufgefordert. Der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner, verwies am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP auf zwei Gutachten des Wissenschaftlichen Diensts des Bundestags, wonach die Vorlage grundgesetzwidrig sein könnte. Der Entwurf sei eine "konzeptlose Mogelpackung", sagte Kellner. "Die Stellungnahmen der Sachverständigen sind verheerend für Union und SPD."

Proteste nach Wahlsieg von rechtem Hardliner bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien

Nach dem Wahlsieg des Rechtsaußen-Kandidaten Abelardo de la Espriella bei der Präsidentschaftswahl in Kolumbien ist es in dem südamerikanischen Land zu Protesten und Ausschreitungen gekommen. In Kolumbiens drittgrößter Stadt Cali setzten Demonstranten am Sonntagabend US-Fahnen in Brand und lieferten sich Auseinandersetzungen mit der Polizei, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, einige Protestierer warfen Steine.

USA und Iran richten Kommunikationskanal zur Straße von Hormus ein

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Straße von Hormus verständigt. Damit sollten "Vorfälle und Kommunikationspannen" verhindert und eine sichere Schifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach einer ersten Verhandlungsrunde.

US-Diplomat: Verhandlungen mit iranischer Delegation in der Schweiz gehen weiter

Die Gespräche zwischen Delegationen der USA und des Iran in der Schweiz gehen nach US-Angaben trotz eines Streits um Äußerungen von Präsident Donald Trump weiter. Ein US-Diplomat sagte in der Nacht auf Montag, die iranische Delegation befinde sich nach wie vor im Luxushotel Bürgenstock. Es werde erwartet, dass die Gespräche die Nacht über fortgesetzt würden.

Textgröße ändern: