Deutsche Tageszeitung - Linke zu Angriff auf Iran: Israel und USA missachten Völkerrecht

Linke zu Angriff auf Iran: Israel und USA missachten Völkerrecht


Linke zu Angriff auf Iran: Israel und USA missachten Völkerrecht
Linke zu Angriff auf Iran: Israel und USA missachten Völkerrecht / Foto: © UGC/AFP

Die Linkspartei hat den Militärangriff Israels und der USA auf den Iran verurteilt und vor schwerwiegenden Folgen für die Region gewarnt. "Israel und die USA missachten mit den Angriffen auf den Iran das Völkerrecht und riskieren damit einen Krieg, der katastrophale Folgen für die gesamte Region - allen voran die Zivilbevölkerung - haben könnte", erklärte Fraktionschef Sören Pellmann am Samstag. Die Bundesregierung müsse Maßnahmen zur Deeskalation ergreifen.

Textgröße ändern:

"Ein Regimewechsel kann niemals herbeigebombt werden", fuhr Pellmann fort. Stattdessen müssten die Menschen im Land, die sich gegen die Regierung auflehnten, unterstützt werden. Auch eine iranische Atombombe lasse sich nicht "durch militärische Angriffe verhindern, sondern nur durch Diplomatie und Überwachung vor Ort".

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe gegen den Iran gestartet. Der Iran reagierte mit Raketenangriffen auf Israel und US-Militärstützpunkte in anderen Ländern der Region.

Auch das linksgerichtete BSW sprach von einem "eklatanten Bruch des Völkerrechts mit völlig unabsehbaren Folgen". US-Präsident Donald Trump drohe "eine nukleare Rüstungsspirale in Gang" zu setzen, erklärte Parteichef Fabio De Masi. "Die geopolitischen Auswirkungen könnten einen gefährlichen Flächenbrand erzeugen", fuhr der Europapolitiker fort.

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour (Grüne), der selbst aus dem Iran stammt, äußerte sich vorsichtig und schickte Solidaritätsbekundungen an die Bevölkerung im Iran: "In diesen Stunden sind meine Gedanken bei den Menschen im Iran", schrieb er im Portal X, "bei all jenen, die sich angesichts von ständiger Angst, Gewalt, Unterdrückung und wirtschaftlicher Not nichts sehnlicher wünschen als einfach nur: Freiheit."

(W.Uljanov--DTZ)

Empfohlen

USA und Iran richten Kommunikationskanal zur Straße von Hormus ein

Die USA und der Iran haben sich bei ihren Gesprächen in der Schweiz auf die Einrichtung eines Kommunikationskanals zur Straße von Hormus verständigt. Damit sollten "Vorfälle und Kommunikationspannen" verhindert und eine sichere Schifffahrt in der Meerenge ermöglicht werden, erklärten die Vermittlerstaaten Pakistan und Katar in der Nacht auf Montag nach einer ersten Verhandlungsrunde.

US-Diplomat: Verhandlungen mit iranischer Delegation in der Schweiz gehen weiter

Die Gespräche zwischen Delegationen der USA und des Iran in der Schweiz gehen nach US-Angaben trotz eines Streits um Äußerungen von Präsident Donald Trump weiter. Ein US-Diplomat sagte in der Nacht auf Montag, die iranische Delegation befinde sich nach wie vor im Luxushotel Bürgenstock. Es werde erwartet, dass die Gespräche die Nacht über fortgesetzt würden.

Rechter Hardliner De la Espriella gewinnt Präsidentschaftswahl in Kolumbien

Der rechte Hardliner Abelardo de la Espriella hat die Präsidentschaftswahl in Kolumbien gewonnen. Der von US-Präsident Donald Trump unterstützte Politik-Neuling setzte sich bei der Stichwahl am Sonntag knapp gegen den linken Senator Iván Cepeda durch, wie aus offiziellen Wahlergebnissen hervorging. De la Espriella kam nach Auszählung fast aller Stimmen auf 49,7 Prozent, Cepeda auf 48,7 Prozent.

Rechter Hardliner De la Espriella bei Präsidentschaftswahl in Kolumbien vorne

Bei der Präsidentschafts-Stichwahl in Kolumbien liegt der rechte Hardliner Abelardo de la Espriella vorn. Der 47-jährige Politik-Neuling kam am Sonntag nach Auszählung der Stimmen von rund 90 Prozent der Wahlbüros nach offiziellen Angaben auf 50,1 Prozent. Er lag damit vor seinem linken Rivalen Iván Cepeda, der bei 48,25 Prozent stand.

Textgröße ändern: