Deutsche Tageszeitung - US-israelische Angriffe auf den Iran: Türkei ruft alle Seiten zu Ende der Gewalt auf

US-israelische Angriffe auf den Iran: Türkei ruft alle Seiten zu Ende der Gewalt auf


US-israelische Angriffe auf den Iran: Türkei ruft alle Seiten zu Ende der Gewalt auf
US-israelische Angriffe auf den Iran: Türkei ruft alle Seiten zu Ende der Gewalt auf / Foto: © AFP

Nach den Angriffen Israels und der USA auf den Iran und iranischen Gegenangriffen hat die Türkei alle Beteiligten des Konflikts zu einem Ende der Gewalt aufgerufen. "Wir fordern alle Parteien auf, die Feindseligkeiten unverzüglich einzustellen", erklärte das türkische Außenministerium am Samstag. Die Ereignisse gefährdeten "die Zukunft unserer Region und die globale Stabilität.

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan äußerte sich in einer Fernsehansprache "zutiefst beunruhigt" über die US-israelischen Angriffe auf "unseren Nachbarn Iran". Auch die als Reaktion gestarteten iranischen Drohnen- und Raketenangriffe auf benachbarte Golfstaaten seien als "inakzeptabel" zu verurteilen.

Die Türkei habe "lange Zeit hart daran gearbeitet, die Konflikte am Verhandlungstisch zu lösen, aber das Vertrauensdefizit zwischen den Parteien konnte nicht überwunden werden", sagte Erdogan. Er werde jedoch "die diplomatischen Bemühungen der Türkei" weiter vorantreiben, um die Beteiligten wieder an den Verhandlungstisch zu bringen.

Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen mit massiven Luftangriffe auf den Iran begonnen. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in der Golfregion an.

Außenminister Hakan Fidan habe umgehend mit seinem iranischen Kollegen Abbas Araghtschi und sechs weiteren hochrangigen Diplomaten telefoniert, um Wege zur "Beendigung der Angriffe" zu erörtern, hieß es aus dem Außenministerium weiter.

Die Nachbarstaaten des Iran befürchten, dass die erneuten Angriffe auf den Iran die gesamte Region destabilisieren könnten. Die Türkei, die eine 500 Kilometer lange Grenze zum Iran hat, fürchtet insbesondere die Ankunft zahlreicher Flüchtlinge aus dem Nachbarland.

(A.Stefanowych--DTZ)

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