Deutsche Tageszeitung - Todesopfer bei Angriffen Irans auf Israel - Explosionen auch in Jerusalem und Westjordanland

Todesopfer bei Angriffen Irans auf Israel - Explosionen auch in Jerusalem und Westjordanland


Todesopfer bei Angriffen Irans auf Israel - Explosionen auch in Jerusalem und Westjordanland
Todesopfer bei Angriffen Irans auf Israel - Explosionen auch in Jerusalem und Westjordanland / Foto: © AFP

Bei iranischen Gegenangriffen auf Israel hat es nun auch ein Todesopfer gegeben. In der Gegend von Tel Aviv sei eine etwa 40 Jahre alte Frau am Samstagabend bei einem iranischen Raketenangriff getötet worden, teilte der israelische Rettungsdienst Magen David Adom mit. Sie hatte demnach "schwere Verletzungen am ganzen Körper" erlitten, denen sie später erlag. Zuvor hatten Rettungskräfte erklärt, dass in der Gegend von Tel Aviv ein Mann bei iranischen Raketenangriffen schwer verletzt worden sei.

Textgröße ändern:

Die israelische Armee erklärte, aktive und Reservesoldaten beteiligten sich an mehreren "Einschlagsorten" an Rettungs- und Bergungseinsätzen. In Jerusalem sowie andernorts im Zentrum Israels waren am Samstagabend eine Reihe Explosionen zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Den Detonationen gingen Alarmsirenen und eine Warnung der israelischen Armee voraus.

Explosionen waren laut einem AFP-Journalisten außerdem im besetzten Westjordanland zu hören. Über Ramallah dröhnten etwa 20 Explosionen, im Westen der Stadt in dem Palästinensergebiet stieg Rauch auf. Mehrere Raketen wurden über Ramallah abgefangen.

Nach Angaben aus Teheran richteten sich die Angriffe gegen israelische Militärstützpunkte und das Verteidigungsministerium. Der Chef des Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Ali Laridschani, drohte, sein Land werde Israel und den USA "eine unvergessliche Lektion erteilen". "Wir werden es die zionistischen Verbrecher und die schamlosen Amerikaner bereuen lassen", erklärte er im Onlinedienst X mit Blick auf die US-israelischen Angriffe.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen die Islamische Republik gestartet. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in Staaten der Golfregion an. Am Abend verkündete US-Präsident Donald Trump, dass bei den Angriffen auf den Iran dessen oberster Führer Ayatollah Ali Chamenei getötet wurde.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

"Versorgung im Moment gesichert": Nationaler Sicherheitsrat soll laut Merz zu Energiekrise tagen

Trotz der durch den Iran-Krieg ausgelösten Energiekrise hat Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) die Versorgungslage in Deutschland als stabil bezeichnet. "Für den Moment gilt: Die Marktlage ist angespannt, aber die Versorgung in Deutschland ist gesichert", sagte Merz am Sonntagabend bei der Eröffnung der Hannover Messe. "Für den Fall, dass sich die Lage verschärfen sollte, sind wir auf Maßnahmen vorbereitet." Er kündigte an, dass "sehr zeitnah in Berlin eine Sitzung des nationalen Sicherheitsrates" zu diesem Thema einberufen werde.

Prognose: Bündnis von prorussischem Ex-Präsidenten Radew bei Wahl in Bulgarien klar vorn

Nach der Parlamentswahl in Bulgarien steuert das EU-Land auf einen russlandfreundlichen Kurs zu: Laut Nachwahlbefragungen errang das Mitte-links-Bündnis Progressives Bulgarien von Ex-Präsident Rumen Radew mit rund 38 Prozent der Stimmen einen deutlichen Sieg. Radew strebt einen Dialog mit Russland an und lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab, will entsprechende EU-Beschlüsse aber nicht blockieren. Der Urnengang am Sonntag war bereits die achte Parlamentswahl in Bulgieren in fünf Jahren.

Klares Votum für deutsche Olympiabewerbung bei Bürgerentscheid in Kiel

Ein Bürgerentscheid über die geplante deutsche Olympiabewerbung hat in Kiel ein klares Votum für das Vorhaben ergeben. Wie die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt am Sonntag mitteilte, sprachen sich 63,5 Prozent der Teilnehmenden für eine Bewerbung aus. 36,5 Prozent stimmten demnach dagegen. Die Wahlbeteiligung lag bei 29,1 Prozent.

Prognose: Bündnis von Ex-Präsident Radew liegt bei Wahl in Bulgarien deutlich vorn

Bei der Parlamentswahl in Bulgarien zeichnet sich ein deutlicher Sieg des Bündnisses des russlandfreundlichen Ex-Präsidenten Rumen Radew ab. Sein Mitte-links-Bündnis Progressives Bulgarien holte laut Nachwahlbefragungen am Sonntag rund 38 Prozent der Stimmen. Das konservative Mitte-rechts-Bündnis GERB-SDS des ehemaligen Regierungschefs Bojko Borissow lag demnach mit 16 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Dahinter folgte den Nachwahlbefragungen zufolge das liberale Bündnis PP-DB, das 14 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Textgröße ändern: