Deutsche Tageszeitung - Internationale Atomenergiebehörde setzt für Montag Sondersitzung zum Iran an

Internationale Atomenergiebehörde setzt für Montag Sondersitzung zum Iran an


Internationale Atomenergiebehörde setzt für Montag Sondersitzung zum Iran an
Internationale Atomenergiebehörde setzt für Montag Sondersitzung zum Iran an / Foto: © AFP/Archiv

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat als Reaktion auf die massiven Angriffe der USA und Israels auf den Iran - die sich auch gegen das Atomprogramm der Islamischen Republik richten - für Montag eine Sondersitzung angesetzt. Die UN-Behörde mit Sitz in Wien teilte am Samstagabend mit, die Sitzung sei auf Antrag Russlands einberufen worden, einem wichtigen Verbündeten Teherans.

Textgröße ändern:

Der Iran hatte am Samstag in einem Brief an IAEA-Chef Rafael Grossi ebenfalls eine Sondersitzung zu den Angriffen gefordert, bei denen das geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, getötet worden war.

Die IAEA in Wien erklärte, sie halte eine "Sondersitzung des Gouverneursrats zu Angelegenheiten im Zusammenhang mit den Militärangriffen der USA und Israels auf dem Territorium der Islamischen Republik Iran" ab. Sie finde vor einer ohnehin geplanten Sitzung des Gouverneursrates statt, dem 35 Länder angehören.

Mit Blick auf die Militärangriffe erklärte die IAEA, sie verfolge die Entwicklungen im Nahen Osten "genau" und rufe zur Zurückhaltung auf, "um jegliches atomares Sicherheitsrisiko für Menschen in der Region zu vermeiden".

In einem vertraulichen Bericht, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte, hatte die IAEA am Freitag die "äußerste Dringlichkeit" ihrer Forderung betont, sämtliches nukleares Material im Iran zu überprüfen.

Westliche Staaten, allen voran die USA und Israel, werfen dem Iran vor, nach Atomwaffen zu streben. Teheran weist dies zurück, besteht aber auf seinem Recht zur Nutzung der Atomtechnologie für zivile Zwecke.

(V.Korablyov--DTZ)

Empfohlen

Trump gibt Abkommen mit Dänemark über Grönland bekannt

"Dauerhafte Kontrolle" über die Sicherheit Grönlands: US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft der autonomen dänischen Arktisinsel bekannt gegeben. Die Vereinbarung übertrage die "dauerhafte Kontrolle über die Sicherheit und alle anderen Belange in Grönland" an Washington, teilte Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social mit. Zudem werde es "Gegnern" der USA verboten sein, eine militärische Präsenz auf der Arktisinsel zu errichten. Die Regierungen in Dänemark und Grönland begrüßten das Abkommen.

Dänische Regierungschefin Frederiksen: Grönland-Deal ist "gut für die Nato und Europa"

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen und der grönlandische Regierungschef Jens-Frederik Nielsen haben das von US-Präsident Donald Trump bekanntgegebene Abkommen über die Arktisinsel Grönland begrüßt. Die Vereinbarung sei "gut für die Nato und für Europa", erklärte Frederiksen am Freitag. Nielsen fügte in einer Stellungnahme hinzu, das Abkommen "stärkt" die Sicherheit der autonomen dänischen Region.

Trump: Abkommen mit Dänemark gibt USA Kontrolle über Sicherheit Grönlands

US-Präsident Donald Trump hat eine Einigung mit Dänemark über die Zukunft der autonomen dänischen Insel Grönland bekannt gegeben. Die Vereinbarung übertrage die "dauerhafte Kontrolle" über die Sicherheit der Insel an Washington, teilte US-Präsident Donald Trump am Freitag in seinem Onlinedienst Truth Social mit. Zudem werde es "Gegnern" der USA verboten, eine militärische Präsenz auf der Arktisinsel zu errichten.

Trump erteilt CNN und anderen US-Medien Hausverbot

Neue Eskalationsstufe in seinem Kampf gegen die Medien: US-Präsident Donald Trump hat den beiden Fernsehsendern CNN und MS NOW - ehemals MSNBC - sowie der Plattform Politico den Zutritt zum Weißen Haus untersagt. Auf seiner Onlineplattform Truth Social erklärte Trump am Freitag, das Hausverbot trete umgehend in Kraft. "Andere Medien, die Falschinformationen verbreiten, werden folgen", fügte er hinzu. CNN sprach von einem "rechtswidrigen Angriff" auf die Pressefreiheit.

Textgröße ändern: