Deutsche Tageszeitung - Bundeswehr meldet iranische Angriffe auf Stützpunkte in Jordanien und Irak

Bundeswehr meldet iranische Angriffe auf Stützpunkte in Jordanien und Irak


Bundeswehr meldet iranische Angriffe auf Stützpunkte in Jordanien und Irak
Bundeswehr meldet iranische Angriffe auf Stützpunkte in Jordanien und Irak / Foto: © AFP/Archiv

Der Iran hat bei seinen Gegenangriffen auf Israel und US-Militäreinrichtungen nach Angaben der Bundeswehr auch Stützpunkte mit Bundeswehr-Soldaten im Irak und in Jordanien beschossen. Am Samstag und Sonntag habe es mehrere Angriffe auf eine multinationale Militärbasis in der Nähe von Erbil im Nordirak sowie auf ein Feldlager der Bundeswehr im Osten Jordaniens gegeben, bestätigte ein Sprecher des operativen Führungskommandos am Sonntag der Nachrichtenagentur AFP. "An beiden Standorten wurden Luftverteidigungsmaßnahmen durchgeführt."

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"Die Soldaten vor Ort befinden sich in Schutzbauten in Sicherheit und sind wohlauf", fügte der Sprecher hinzu. Für das deutsche Kontingent seien keine Schäden "am einsatzwichtigen Material" zu verzeichnen. Die Soldaten der Bundeswehr seien "offensichtlich nicht unmittelbares Ziel" der Angriffe gewesen.

Als Sicherheitsmaßnahme angesichts der wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran in der Region sei bereits in der vergangenen Woche "vorsorglich Personal, das derzeit nicht dringend für die Mission gebraucht wird, abgezogen" worden, erklärte der Sprecher. Aktuell könnten keine weiteren Soldaten ausgeflogen werden.

In dem Feldlager al-Asrak in Jordanien sind demnach rund 100 Soldaten der Luftwaffe stationiert. In Erbil im Irak sei derzeit eine niedrige zweistellige Zahl an Bundeswehrsoldaten. "Wir beobachten und bewerten die Lage sehr genau und sind mit unseren Soldaten vor Ort sowie unseren Partnern in engem Austausch", betonte der Sprecher.

Israel und die USA hatten am Samstagmorgen massive Luftangriffe auf den Iran begonnen. Dabei wurde das geistliche Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei getötet. Als Reaktion greift der Iran seit Samstag Israel sowie US-Militäreinrichtungen in der Golfregion an.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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