Deutsche Tageszeitung - Streit mit Trump über britische Militärstützpunkte: Starmer um Entspannung bemüht

Streit mit Trump über britische Militärstützpunkte: Starmer um Entspannung bemüht


Streit mit Trump über britische Militärstützpunkte: Starmer um Entspannung bemüht
Streit mit Trump über britische Militärstützpunkte: Starmer um Entspannung bemüht / Foto: © AFP

Nach einem Streit über die Nutzung britischer Militärstützpunkte für den Iran-Krieg und scharfer Kritik von US-Präsident Donald Trump hat sich der britische Premierminister Keir Starmer um Entspannung bemüht. "Amerikanische Flugzeuge operieren von britischen Stützpunkten aus", sagte Starmer am Mittwoch vor dem britischen Parlament. "Das ist die besondere Beziehung in Aktion", fügte er mit Blick auf die traditionell engen Beziehungen zwischen Washington und London hinzu.

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Starmer hatte am Samstag zu Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran jegliche britische Beteiligung an den Militäreinsätzen abgelehnt und den USA zunächst auch die Nutzung britischer Militärbasen verweigert. Am Sonntag dann gab er bekannt, dass er einer US-Anfrage zur Nutzung britischer Militärbasen für einen "speziellen und begrenzten Verteidigungszweck" zugestimmt habe.

Trump hatte sich massiv über Starmers anfängliche Weigerung beschwert. Am Dienstag sagte er in einem Interview, das Verhältnis zu Großbritannien sei "nicht mehr das, was es einmal war". Bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Weißen Haus sagte er, Großbritannien habe sich "sehr, sehr unkooperativ" verhalten. Mit Blick auf Starmer fügte er hinzu: "Wir haben es hier nicht mit Winston Churchill zu tun."

Im Parlament stellte Starmer nun die Zusammenarbeit mit den USA nach seinem Einlenken heraus. "Britische Kampfjets schießen Drohnen und Raketen ab, um amerikanische Menschenleben auf unseren gemeinsamen Stützpunkten im Nahen Osten zu schützen", sagte der Premierminister. "Das ist die besondere Partnerschaft in Aktion: Wir tauschen täglich Informationen aus, um die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten", fügte Starmer hinzu.

Jegliches militärisches Vorgehen im Nahen Osten ist in Großbritannien politisch äußerst umstritten, nachdem der frühere Premierminister Tony Blair die von den USA angeführte Invasion im Irak massiv und ohne Nachfragen unterstützt hatte.

(U.Beriyev--DTZ)

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