Deutsche Tageszeitung - Mutmaßliche Anschlagspläne auf Trump: USA melden Tötung von Verantwortlichem im Iran

Mutmaßliche Anschlagspläne auf Trump: USA melden Tötung von Verantwortlichem im Iran


Mutmaßliche Anschlagspläne auf Trump: USA melden Tötung von Verantwortlichem im Iran
Mutmaßliche Anschlagspläne auf Trump: USA melden Tötung von Verantwortlichem im Iran / Foto: © AFP

Die USA haben nach eigenen Angaben einen iranischen Anführer getötet, der für einen Anschlagsversuch auf Präsident Donald Trump verantwortlich sein soll. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth sagte dazu am Mittwoch im Pentagon: "Der Iran hat versucht, Präsident Trump zu töten, aber Präsident Trump hat zuletzt gelacht." Um wen es sich bei dem Getöteten handelt, erklärte er nicht.

Textgröße ändern:

Hegseth, der sich selbst "Kriegsminister" nennt, gab an, der Verantwortliche habe an der Spitze einer Einheit gestanden, die den Anschlag durchführen sollte. Die Vereinigten Staaten hätten seit langem Kenntnis von solchen Plänen gegen Trump und womöglich auch andere US-Vertreter gehabt.

Trump hatte die Tötung von Irans oberstem Führer Ayatollah Ali Chamenei am Sonntag unter anderem mit solchen Anschlagsplänen begründet. "Ich habe ihn erwischt, bevor er mich erwischt hat", sagte der US-Präsident über Chamenei. Der Iran habe "zweimal versucht", ihn umzubringen, betonte der Rechtspopulist.

US-Verantwortliche sehen hinter den mutmaßlichen Anschlagplänen Versuche des Irans, den Tod des einflussreichen iranischen Generals Kassem Soleimani zu rächen. Die USA hatten ihn auf Anordnung Trumps im Januar 2020 mit einer Drohne im Irak getötet.

(V.Sørensen--DTZ)

Empfohlen

Pistorius: Trump hat "Korken in die Straße von Hormus gedrückt"

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) hat US-Präsident Donald Trump die Verantwortung für die anhaltende Krise um die strategisch wichtige Meerenge von Hormus zugewiesen. Letztlich habe Trump "den Korken in die Straße von Hormus reingedrückt", sagte Pistorius am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". "Aber wir haben ein Interesse daran, ihn wieder rauszuholen", fügte er hinzu. Voraussetzung für einen Bundeswehr-Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der Meerenge sei unter anderem aber die Zustimmung der Anrainerstaaten Iran und Oman.

Stichwahl um Präsidentenamt in Kolumbien begonnen - Enges Rennen erwartet

Duell in Kolumbien zwischen einem linksgerichteten Verfechter der Menschenrechte und einem ultrarechten Hardliner mit Rückendeckung aus Washington: Die extrem gegensätzlichen Kandidaten Iván Cepeda und Abelardo de la Espriella haben am Sonntag in einer Stichwahl um das Präsidentenamt in dem südamerikanischen Land gerungen. Die Umfragen sagten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem linksgerichteten Senator und dem rechtsgerichteten Rechtsanwalt voraus.

"Historische" Verhandlungen über Ende des Iran-Kriegs in der Schweiz begonnen

Fast vier Monate nach Beginn des Iran-Kriegs haben in einem Schweizer Luxushotel Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein endgültiges Friedensabkommen begonnen. Der zu den Verhandlungen angereiste US-Vizepräsident JD Vance sprach am Sonntag von einem "historischen Treffen". Am Mittwoch hatten der Iran und die USA ein Rahmenabkommen zur Beendigung des Krieges geschlossen. An den Gesprächen sind Katar und Pakistan als Vermittler beteiligt.

Neues Führungsduo und Streit über Verhältnis zur Union: Linke beendet Parteitag

Mit einer neuen Parteispitze und großen Zielen im Gepäck hat die Linkspartei am Sonntag ihren Parteitag in Potsdam beendet. Die Delegierten bestätigten Parteichefin Ines Schwerdtner deutlich im Amt, gaben dem neuen Ko-Chef Luigi Pantisano aber mit einem schwachen Ergebnis nur einen geringen Vertrauensvorschuss. Für Streit sorgte die Frage nach dem Verhältnis der Linken zur Union, zu dem Pantisano selbst beitrug.

Textgröße ändern: