Deutsche Tageszeitung - "Das wäre Zeitverschwendung": Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen im Iran

"Das wäre Zeitverschwendung": Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen im Iran


"Das wäre Zeitverschwendung": Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen im Iran
"Das wäre Zeitverschwendung": Trump erwägt derzeit keine US-Bodentruppen im Iran / Foto: © AFP

US-Präsident Donald Trump erwägt derzeit nach eigenen Angaben keine Entsendung von US-Bodentruppen in den Iran. "Das wäre Zeitverschwendung", sagte Trump dem US-Sender NBC am Donnerstag (Ortszeit) in einem Telefoninterview. "Sie haben alles verloren. Sie haben ihre Marine verloren. Sie haben alles verloren, was sie verlieren können."

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Die Äußerung des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach Teheran vorbereitet sei auf eine Bodenoffensive durch die USA oder Israel, bezeichnete Trump als "verschwendeten Kommentar".

Trump sagte jedoch, er würde eine Offensive iranisch-kurdischer Kämpfer befürworten. "Ich finde es wundervoll, dass sie das tun wollen, ich wäre voll dafür", sagte er.

Mehrere US-Medien hatten berichtet, dass die USA kurdische Milizen mit Waffen unterstützen wollen, um einen Aufstand im Iran zu provozieren. Dies wurde vom Weißen Haus dementiert.

Die USA und Israel hatten am vergangenen Samstag massive Luftangriffe auf den Iran gestartet. Dabei wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel und US-Einrichtungen in der Golfregion.

Trump deutete derweil ein Vorgehen mit Blick auf das kommunistisch regierte Kuba nach dem Iran-Krieg an, gegen das die USA bereits eine Ölblockade verhängt haben. "Wir wollen zuerst dieses Problem lösen, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis sie und viele andere unglaubliche Menschen nach Kuba zurückkehren werden", sagte er bei einem Empfang im Weißen Haus. An US-Außenminister Marco Rubio - Sohn kubanischer Einwanderer - gerichtet fügte Trump hinzu: "Du hast fantastische Arbeit für ein Land namens Kuba geleistet."

In Kuba gibt es Befürchtungen, dass das Land als nächstes von Trumps Interventionen im Ausland betroffen sein könnte. Sowohl Trump als auch Rubio haben kein Geheimnis daraus gemacht, das sie einen Wechsel der Führung in Havanna wollen.

(V.Sørensen--DTZ)

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