Deutsche Tageszeitung - Teheran: Iraner versammeln sich zum ersten Freitagsgebet seit Kriegsbeginn

Teheran: Iraner versammeln sich zum ersten Freitagsgebet seit Kriegsbeginn


Teheran: Iraner versammeln sich zum ersten Freitagsgebet seit Kriegsbeginn
Teheran: Iraner versammeln sich zum ersten Freitagsgebet seit Kriegsbeginn / Foto: © AFP/Archiv

In Teheran haben sich zahlreiche Iranerinnen und Iraner zum ersten Freitagsgebet seit Beginn des Iran-Krieges versammelt. Schwarz gekleidete Menschenmassen strömten auf den Platz vor der Großen Moschee in der iranischen Hauptstadt, einige Menschen schwenkten die iranische Flagge, wie iranische Medien am Freitag zeigten. Es handelte sich um das erste Gebet seit der Tötung des geistlichen Oberhaupts des Iran, Ayatollah Ali Chamenei.

Textgröße ändern:

Über einen Lautsprecher wurden Gebete im Andenken an Chamenei verlesen. "Wir bezeugen, dass er die Verkörperung von Frömmigkeit und Schutz in unserer Zeit war", ertönte die Stimme eines Mannes, während einige Gläubige auf Gebetsteppichen saßen und weinten. Im Anschluss wurden Koranverse rezitiert.

Aufnahmen aus weiteren iranischen Städten, darunter Ilam und Borudscherd im Westen und Sahedan im Südosten des Landes, zeigten ähnliche Bilder.

Israel hatte am Samstag gemeinsam mit den USA massive Luftangriffe auf den Iran gestartet und dabei neben Chamenei auch zahlreiche weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Israel, US-Einrichtungen in der Region und auf Infrastruktur-Einrichtungen in mehreren Golfstaaten. Die gegenseitigen Angriffe dauerten am Freitag an.

(P.Hansen--DTZ)

Empfohlen

Niederlage für Trump: US-Notenbank Fed erhöht Leitzins erstmals seit 2023

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat den Leitzins erstmals seit gut drei Jahren erhöht - und Präsident Donald Trump damit eine Niederlage bereitet. Die Fed hob den maßgeblichen Zinssatz am Mittwoch um 0,25 Prozentpunkte an, er liegt nun in einer Spanne zwischen 3,75 bis 4,0 Prozent. Trump hatte immer wieder einen Zinsschnitt verlangt.

Deutschland und Kanada wollen Entwicklung von KI "im Dienste des Menschen" vorantreiben

Angesichts der Debatte über Gefahren durch Künstliche Intelligenz (KI) wollen Deutschland und Kanada einen laut Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) "neuartigen" Ansatz mit einer millionenschweren Förderung vorantreiben. Beide Länder engagierten sich in der KI-Forschung auf der Basis der Demokratie und von Werten, sagte Wildberger am Mittwoch bei der Fachkonferenz All In im kanadischen Montréal. Sein kanadischer Kollege Evan Solomon sagte, es gehe um die Entwicklung einer KI "im Dienste des Menschen".

UN-Generalsekretär Guterres ruft zu internationaler Koordination bei KI auf

UN-Generalsekretär António Guterres hat angesichts der Risiken durch Künstliche Intelligenz (KI) zu internationaler Zusammenarbeit aufgerufen. "Nationales Handeln ist entscheidend. Aber weltweite Koordination ist ebenfalls unverzichtbar", sagte Guterres am Mittwoch zu Journalisten. "KI macht nicht an Grenzen halt, und das gleiche gilt für ihre Risiken."

Nach Wahl in Sachsen-Anhalt: Neuer Landtag kommt am 6. Oktober erstmals zusammen

Der neue Landtag von Sachsen-Anhalt kommt am 6. Oktober zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Diesen Termin legte am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern der sogenannte Vorältestenrat des Parlaments in Magdeburg fest. Linksfraktionschefin Eva von Angern wird die erste Sitzung als Alterspräsidentin eröffnen und leiten, bis ein neuer Landtagspräsident oder eine Landtagspräsidentin gewählt ist.

Textgröße ändern: