Deutsche Tageszeitung - Nach iranischem Angriff: Flughafen Dubai stellt vorübergehend Betrieb ein

Nach iranischem Angriff: Flughafen Dubai stellt vorübergehend Betrieb ein


Nach iranischem Angriff: Flughafen Dubai stellt vorübergehend Betrieb ein

Nach dem Abfangen eines offenbar iranischen Geschosses über dem international bedeutsamen Flughafenstandort Dubai ist dort am Samstag erneut vorübergehend der Flugbetrieb eingestellt worden. Das staatliche Medienbüro in Dubai gab zunächst die "vorläufige" Schließung für die "Sicherheit der Passagiere, des Flughafenpersonals und der Crews der Fluggesellschaften" bekannt, später gab der Flughafenbetreiber im Onlinedienst X die Teil-Wiederaufnahme des Betriebs der Flughäfen mit den Kürzeln DXB und DWC bekannt.

Textgröße ändern:

Dubai ist der weltweit am meisten für internationale Verbindungen genutzte Flughafen. Die Behörden des Golfstaates hatten auf X zunächst mitgeteilt, aus Sicherheitsgründen sei der gesamte Betrieb am Flughafen "vorübergehend ausgesetzt worden." Ein Augenzeuge sprach gegenüber der Nachrichtenagentur AFP von einer heftigen Explosion und einer Rauchwolke am Himmel.

Die Fluglinie Emirates hatte die Aussetzung sämtlicher Flüge von und nach Dubai bis auf Weiteres bekanntgegeben. "Bitte begeben Sie sich nicht an den Flughafen", schrieb Emirates im Onlinedienst X. Auf dem Flugüberwachungsportal Flightradar24 war zu sehen, dass mehrere Flugzeuge sich über dem Flughafen von Dubai im Kreis bewegten und offenbar Warteschleifen flogen.

Dem Verteidigungsministerium der Vereinigten Arabischen Emirate zufolge attackierte der Iran erneut den Golfstaat, genaue Angaben zu den Zielen machte das Ministerium zunächst nicht. Die emiratische Regierung schrieb im Onlinedienst X von einem "geringfügigen Zwischenfall infolge herabfallender Trümmer nach einer Abfangaktion", niemand sei verletzt worden. Zugleich dementierte sie "in Online-Netzwerken kursierende Informationen über Zwischenfälle am internationalen Flughafen von Dubai".

Der Iran hatte als Antwort auf die massiven Angriffe der USA und Israels US-Militärbasen in den Golfstaaten beschossen, aber auch zivile Ziele in den Staaten ins Visier genommen, darunter die Flughäfen in Dubai, Abu Dhabi, Kuwait und Manama in Bahrain.

Die Emirate hatten daraufhin am vergangenen Samstag ihren Luftraum geschlossen. Am Montagabend nahmen die beiden Flughäfen in Dubai den Flugverkehr in begrenztem Umfang wieder auf.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

CSU rechnet mit gutem Wahlergebnis für neuen Unionsfraktionschef Frei

Die CSU im Bundestag rechnet bei der Wahl des designierten Unionsfraktionschefs Thorsten Frei (CDU) mit großer Unterstützung. "Dieser Vorschlag hat sehr viel Wohlwollen und Zustimmung ausgelöst", sagte CSU-Landesgruppen Alexander Hoffmann im Bayerischen Rundfunk. Er glaube deshalb, dass es für den bisherigen Kanzleramtsminister am Mittwoch "ein gutes Ergebnis geben wird".

UN-Generalsekretär in Zypern: Gespräche mit griechischer und türkischer Seite

UN-Generalsekretär António Guterres hält sich zu Gesprächen mit der griechischen und türkischen Seite in Zypern auf. Er befinde sich auf der Mittelmeerinsel, um seinen Einsatz für die "Suche nach einer umfassenden und nachhaltigen Lösung der Zypernfrage zu bekunden", erklärte Guterres am Dienstag im Onlinedienst X. Es ist der erste Besuch eines UN-Generalsekretärs auf der geteilten Insel seit 2010.

Sondersitzung von Innenausschuss in Berliner Abgeordnetenhaus nach CSD-Anschlag

Nach dem Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) kommt der Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses am Mittwoch zu einer Sondersitzung zusammen. Auf der am Dienstag veröffentlichten Tagesordnung stehen Anträge aller Fraktionen zu dem Thema. CDU und SPD sowie die Oppositionsfraktionen Grüne und Linke stellten jeweils Anträge, wonach der Anschlag im Allgemeinen besprochen werden soll. Die AfD, die ebenfalls der Opposition angehört, will über islamistische Gefährder und IS-Netzwerke in Berlin sprechen.

SPD-Innenpolitiker: Nach CSD-Anschlag müssen alle Instrumentarien auf den Tisch

Nach dem mutmaßlich islamistischen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) in Berlin hat sich der SPD-Innenpolitiker Sebastian Fiedler dafür ausgesprochen, alle Instrumentarien "auf den Tisch" zu legen. Es gehöre jetzt ernsthaft alles in die Debatte, "was die Situation verbessern kann und was das Risiko noch weiter herunterfährt, dass es tatsächlich zu Taten kommt", sagte Fiedler am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Textgröße ändern: