Deutsche Tageszeitung - Grüne nehmen "Schwung" aus Stuttgart mit - Partei gegen geteilte Regierungszeit

Grüne nehmen "Schwung" aus Stuttgart mit - Partei gegen geteilte Regierungszeit


Grüne nehmen "Schwung" aus Stuttgart mit - Partei gegen geteilte Regierungszeit
Grüne nehmen "Schwung" aus Stuttgart mit - Partei gegen geteilte Regierungszeit / Foto: © AFP

Die Grünen sehen im Ausgang der Landtagswahl in Baden-Württemberg ein "starkes Signal" für die demokratische Mitte und betrachten den Sieg als kräftigen Rückenwind. "Den Schwung nehmen wir jetzt mit in das Wahljahr 2026", sagte Parteichefin Franziska Brantner am Montag in Berlin. Spitzenkandidat Cem Özdemir habe in Baden-Württemberg eine "fulminante Aufholjagd" hingelegt und einen "großartigen Wahlsieg" erzielt.

Textgröße ändern:

"Ich hoffe, dass die Bundesregierung das auch gut analysiert", fuhr Brantner fort. "Denn wenn wir etwas gesehen haben, dann ist es doch, dass der antigrüne Populismus in Baden-Württemberg nicht verfangen hat."

Die Grünen waren bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg mit 30,2 Prozent der Stimmen erneut stärkste Kraft geworden. Dicht darauf folgte die CDU mit 29,7 Prozent. Die AfD erreichte 18,8 Prozent, die SPD nur noch 5,5 Prozent. FDP und Linkspartei scheiterten an der Fünf-Prozent-Hürde.

Forderungen aus der Union nach einer geteilten Regierungszeit angesichts des knappen Ergebnisses der möglichen Koalitionspartner CDU und Grüne erteilte Brantner eine Absage. "Wir sind für Vollzeit-Ministerpräsidenten", sagte sie - in Anspielung auf die jüngst geführte Debatte über "Lifestyle-Teilzeit". Gleichwohl sei klar, "dass das jetzt in Baden Württemberg auch nicht einfache Koalitionsverhandlungen werden". Daher sei in Stuttgart nun "volle Konzentration" gefordert.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Netanjahu trifft Trump in Washington

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kommt am Dienstag nach Angaben seines Büros mit US-Präsident Donald Trump in Washington zusammen. Es wäre das siebte Treffen der beiden Politiker seit dem Wiedereinzug des US-Präsidenten ins Weiße Haus im Januar 2025. Die Beziehung zwischen Netanjahu und Trump hatte sich zuletzt wegen unterschiedlicher Vorstellungen im Iran-Krieg abgekühlt.

Trump empfängt Selenskyj im Weißen Haus

US-Präsident Donald Trump empfängt am Dienstag den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Weißen Haus. Dabei geht es um die aktuelle Lage in dem mehr als vierjährigen russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Die Beziehungen zwischen Trump und Selenskyj hatten sich in den vergangenen Monaten deutlich verbessert. Der US-Präsident lobte den Ukrainer als "mutig".

Trauerfeiern für gestorbenen US-Senator Graham beginnen in Washington

Gut zwei Wochen nach dem Tod des einflussreichen US-Senators Lindsey Graham beginnen am Dienstag in Washington die zweitägigen Trauerfeiern. Zunächst ist eine Zeremonie im Kapitol geplant (ab 16.00 Uhr Ortszeit, 22.00 Uhr MESZ). Dort soll an die mehr als 30-jährige Arbeit des Republikaners im Kongress erinnert werden.

Bundeskanzler Merz trifft in Irland Premierminister Martin

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird am Dienstag in der irischen Hauptstadt Dublin von Premierminister Micheal Martin empfangen. Anlass des Besuchs ist die Übernahme der EU-Ratspräsidentschaft durch Irland am 1. Juli. Bei dem Treffen soll es um den mehrjährigen Finanzrahmen der EU, die Wettbewerbsfähigkeit Europas, die EU-Erweiterung und um bilaterale Fragen gehen. Neben den Gesprächen sind eine Pressekonferenz und ein Mittagessen vorgesehen.

Textgröße ändern: