Deutsche Tageszeitung - Ölpreis: G7-Staaten "bereit" zu "allen notwendigen Maßnahmen"

Ölpreis: G7-Staaten "bereit" zu "allen notwendigen Maßnahmen"


Ölpreis: G7-Staaten "bereit" zu "allen notwendigen Maßnahmen"
Ölpreis: G7-Staaten "bereit" zu "allen notwendigen Maßnahmen" / Foto: © AFP

Mit Blick auf die stark gestiegenen Ölpreise seit Beginn des Iran-Kriegs haben sich die Energieminister der G7-Staaten am Mittwoch "bereit" erklärt, gemeinsam mit der Internationalen Energie-Agentur (IEA) "alle notwendigen Maßnahmen" zu ergreifen. "Grundsätzlich unterstützen wir die Umsetzung proaktiver Maßnahmen zur Bewältigung der Situation, einschließlich der Nutzung strategischer Reserven", teilten die Minister mit. Einem Medienbericht zufolge hat die IEA ihren Mitgliedsländern die größte Freigabe von Notfall-Ölvorräten in seiner Geschichte vorgeschlagen.

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Die Freigabe würde die 182 Millionen Barrel übertreffen, die die IEA-Mitgliedstaaten 2022 nach der russischen Invasion der Ukraine auf den Markt gebracht hatten, berichtete die US-Zeitung "Wall Street Journal". Demnach wurde der Vorschlag den 32 IEA-Mitgliedern am Dienstag vorgestellt. Eine Entscheidung werde für Mittwoch erwartet.

Die G7-Staaten hatten eine Freigabe ihrer Ölreserven am Montag zunächst abgelehnt. "Wir sind noch nicht so weit", hatte Frankreichs Finanzminister Roland Lescure nach einer Videokonferenz mit seinen Amtskollegen aus Deutschland, den USA, Japan, Kanada, Großbritannien und Italien gesagt.

Die IEA und auch die EU verpflichten ihre Mitglieder, ständig Ölbestände vorzuhalten, die mindestens 90 Tagen ihrer Netto-Importe entsprechen. Seit Gründung der IEA 1974 gab es fünf koordinierte Freigaben: vor dem zweiten Golfkrieg 1991, nach den Hurrikanen Katrina und Rita 2005, während des Bürgerkriegs in Libyen 2011 und zweimal nach dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022.

Seit Beginn des Iran-Kriegs am 28. Februar ist die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft, de facto gesperrt. Die Meerenge zwischen der arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert. Das ließ die Öl- und Gaspreise in die Höhe schnellen.

(O.Zhukova--DTZ)

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