Deutsche Tageszeitung - Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg zwei Wochen nach Beginn in "entscheidender Phase"

Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg zwei Wochen nach Beginn in "entscheidender Phase"


Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg zwei Wochen nach Beginn in "entscheidender Phase"
Israels Verteidigungsminister: Iran-Krieg zwei Wochen nach Beginn in "entscheidender Phase" / Foto: © 2026 Planet Labs PBC/AFP

Zwei Wochen nach Beginn des Iran-Krieges tritt der Konflikt nach den Worten des israelischen Verteidigungsministers Israel Katz in seine "entscheidende Phase ein". Diese werde "so lange andauern wie nötig", sagte Katz am Samstag. Die US-Armee flog nach Angaben von US-Präsident Donald Trump massive Angriffe auf die iranische Öl-Insel Charg. Nach Angaben der örtlichen Behörden lief der Exportbetrieb jedoch uneingeschränkt weiter. Unterdessen erschütterten neue Explosionen die Golfregion.

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Israels Verteidigungsminister Katz sagte vor Armeevertretern, der von US-Präsident Donald Trump und Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu angeführte "globale und regionale Kampf" gegen den Iran werde intensiver. An die Bevölkerung des Iran appellierte Katz, "entschlossen zu kämpfen", um die Führung in Teheran zu stürzen. Nur so könne "der Iran gerettet" werden.

Die US-Armee flog derweil nach den Worten von Präsident Trump massive Angriffe auf die für die iranischen Ölexporte wichtige Insel Charg. Alle militärischen Ziele auf der Insel im Persischen Golf, über die der Iran fast alle seine Öllieferungen abwickelt, seien "vollständig ausradiert" worden, erklärte Trump. Er sprach von einem der "heftigsten Luftangriffe in der Geschichte des Nahen Ostens".

Die Insel Charg liegt im Norden des Persischen Golfs etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt. Über sie werden laut der US-Bank JP Morgan etwa 90 Prozent der Rohölexporte der Islamischen Republik abgewickelt.

Die iranische Nachrichtenagentur Fars berichtete, es gebe keine Schäden an Ölanlagen auf der Insel. Demnach "versuchte" die US-Armee, Luftverteidigungsanlagen, einen Marinestützpunkt, den Kontrollturm des örtlichen Flughafens und einen Hubschrauber-Hangar auf Charg zu beschädigen. Nach Angaben des örtlichen Vize-Gouverneurs liefen die Aktivitäten der Ölfirmen am Export-Terminal Charg "normal weiter".

Die iranische Armee drohte im Fall von US-Angriffen auf iranische Ölanlagen mit einer Eskalation. Alle Öl- und Energieanlagen von Unternehmen, die teilweise im Besitz der USA seien oder mit den USA zusammenarbeiteten, "werden unverzüglich zerstört und in Schutt und Asche gelegt", sagte ein Sprecher.

Trump erklärte, der Iran sei zwei Wochen nach Kriegsbeginn bereits "vollständig besiegt". US-Medien berichteten unterdessen, die US-Armee entsende noch weitere Kriegsschiffe in die Region. Wie die "New York Times" berichtete, sind drei Schiffe und 2500 US-Marineinfanteristen bereits auf dem Weg. Dem "Wall Street Journal" zufolge wurden die zusätzlichen Marines vom für den Nahen Osten zuständige US-Regionalkommando Centcom angefordert und ihre Entsendung von Verteidigungsminister Pete Hegseth gebilligt.

Der Iran startete in der Nacht zum Samstag neue Raketenangriffe auf Israel, bei denen nach Angaben des Rettungsdienstes aber niemand verletzt wurde. Auch in Katar wurden erneut Raketen abgefangen. Das Innenministerium des Golfstaats ordnete eine Evakuierung "mehrerer wichtiger Gebiete" an, darunter ein Stadtteil im Zentrum der Hauptstadt Doha.

Der Iran griffe offenbar auch einen Ölhafen in den Vereinigten Arabischen Emiraten an. Über Fudschaira, einer Hafenstadt am Golf von Oman, stiegen am Samstag schwarze Rauchwolken auf. Nach Behördenangaben verursachten Trümmerteile einer abgeschossenen Drohne einen Brand. Angaben zum genauen Ort des Feuers machten die Behörden nicht.

Der Iran hatte im Hafen von Fudschaira bereits zuvor Öltanks und ein Warenterminal angegriffen. In dem Hafen befindet sich auch ein bedeutendes Ölterminal. Die iranische Armee warnte am Samstag ausdrücklich vor Angriffen auf Häfen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad wurde die US-Botschaft erneut bei einem Angriff getroffen. Kurz zuvor waren bei einem Angriff in Bagdad Kämpfer einer einflussreichen pro-iranischen Gruppe getötet worden.

(U.Kabuchyn--DTZ)

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