Deutsche Tageszeitung - Präsident: Ecuador hat Ziele im Süden Kolumbiens attackiert

Präsident: Ecuador hat Ziele im Süden Kolumbiens attackiert


Präsident: Ecuador hat Ziele im Süden Kolumbiens attackiert
Präsident: Ecuador hat Ziele im Süden Kolumbiens attackiert / Foto: © AFP/Archiv

Der kolumbianische Präsident Gustavo Petro hat dem Nachbarland Ecuador vorgeworfen, Ziele im Süden Kolumbiens aus der Luft attackiert zu haben. "Sie bombardieren uns", sagte Petro am Montag (Ortszeit) in einer vom Fernsehen übertragenen Sitzung mit seiner Regierung. Er warte auf die Ergebnisse einer Untersuchung des Vorfalls, um "einen Krieg zu verhindern". Angaben zum Zeitpunkt des angeblichen Angriffs machte Petro nicht.

Textgröße ändern:

Der ecuadorianische Präsident Daniel Noboa, der als enger Verbündeter von US-Präsident Donald Trump gilt, wirft Petro seit längerem vor, nicht genug gegen den Drogenschmuggel in der Region zu unternehmen. Kolumbien ist einer der größten Kokain-Produzenten weltweit.

Trump hatte zuletzt eine Allianz von 17 Ländern zusammengetrommelt, um gemeinsam gegen die Drogen-Kartelle vorzugehen. Dem Bündnis gehört Ecuador an, Kolumbien dagegen nicht. Ecuador hatte am Sonntag mit US-Unterstützung einen auf zwei Wochen angelegten Einsatz zur Bekämpfung von Drogenschmugglern in dem Land begonnen.

"Ich habe Trump gebeten, den Präsidenten Ecuadors anzurufen", erklärte Petro bei der Kabinettssitzung. "Wir wollen keinen Krieg", fügte er hinzu. Der linksgerichtete kolumbianische Präsident hatte sich in der Vergangenheit immer wieder verbale Scharmützel mit Trump geliefert. Im vergangenen Monat war er dann von Trump im Weißen Haus empfangen worden.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Trump: Ukraine soll Angriffe auf russische Raffinerien einstellen

US-Präsident Donald Trump hat von der Ukraine verlangt, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen. Trump sagte am Sonntag bei seinem Besuch in Irland, der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj müsse "aufhören, den Dieselkraftstoff in Russland lahmzulegen". Selenskyj könne "andere Ziele" angreifen, aber keine Raffinerien zur Herstellung von Diesel, "weil er eine Dieselknappheit verursacht", sagte Trump am zweiten Tag seiner Irland-Reise.

SPD in Schleswig-Holstein kürt Parteichef Kämpfer zu Spitzenkandidat für Landtagswahl

Rund sieben Monate vor der nächsten Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat die SPD den früheren Kieler Oberbürgermeister Ulf Kämpfer offiziell zu ihrem Spitzenkandidaten gekürt. Ein Parteitag wählte Kämpfer, der Landeschef der Sozialdemokraten ist, am Samstag auf einem Parteitag in Lübeck mit 94,9 Prozent der Stimmen auf Platz eins der Landesliste, wie die SPD mitteilte. Am Sonntag wählte zudem die Linkspartei auf einem Parteitag in Kiel ihre Doppelspitze.

Kiew: Systematischer Angriff Russlands auf Schienennetz - Zug Richtung Polen getroffen

Das Eisenbahnnetz in der Ukraine ist am Sonntag nach Angaben seines Betreibers "systematisch" von Russland angegriffen worden. Die Angriffe hielten im ganzen Land an, teilte die ukrainische Bahngesellschaft mit; verletzt wurde zunächst offenbar niemand. Der polnische Bahnbetreiber PKP Intercity meldete, ein Passagierzug sei auf der Strecke Kiew-Warschau von einer Drohne getroffen worden. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins "Spiegel" war von einem Vorfall nahe der Grenze zu Polen ein Sonderzug betroffen, in dem sich einer der engsten Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) befand.

Huthis verstärken nach Offensive im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien

Nach Drohnenangriffen auf eine wichtige Ölpipeline in Saudi-Arabien hat auch die jemenitische Huthi-Miliz ihre Angriffe auf das Nachbarland verstärkt. Die mit dem Iran verbündete Miliz habe einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen, erklärte der Huthi-Sprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X. Nach UN-Angaben flohen in den vergangenen Tagen mehr als 2000 Menschen aus dem Jemen ins benachbarte Dschibuti.

Textgröße ändern: