Deutsche Tageszeitung - Behörden: Zwölf Tote durch israelische Angriffe auf das Zentrum von Beirut

Behörden: Zwölf Tote durch israelische Angriffe auf das Zentrum von Beirut


Behörden: Zwölf Tote durch israelische Angriffe auf das Zentrum von Beirut
Behörden: Zwölf Tote durch israelische Angriffe auf das Zentrum von Beirut / Foto: © AFP

Bei israelischen Luftangriffen auf das Zentrum von Beirut sind nach Angaben der libanesischen Behörden mindestens zwölf Menschen getötet worden. Mehr als 40 weitere Menschen wurden verletzt, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Die Angriffe trafen drei dicht besiedelte Viertel der libanesischen Hauptstadt, wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Die israelische Armee griff libanesischen Staatsmedien zufolge teilweise ohne Vorwarnung an.

Textgröße ändern:

Zwei der israelischen Luftangriffe im Beiruter Zentrum gingen laut der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur NNA im Viertel Sukak al-Blat nieder, das in der Nähe zum Regierungssitz und zu verschiedenen Botschaften liegt. Der Sender al-Manar berichtete, der Politik-Chef seiner Redaktion sowie dessen Frau seien bei einem der Angriffe getötet worden, die Kinder und Enkel des Paares seien verletzt worden. Der Sender steht der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon nahe.

Ein weiterer Angriff in Sukak al-Blat galt nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums einem Gebäude, in dem eine der Hisbollah nahestehende Finanzgesellschaft Büros hatte. Zudem wurde ein Gebäude im Stadtteil Baschura, ebenfalls im Zentrum von Beirut, nach einer israelischen Evakuierungsaufforderung angegriffen.

Der Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz ist seit Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar wieder eskaliert. Nach Angaben der libanesischen Behörden wurden seither mehr als 900 Menschen getötet, darunter mindestens 111 Kinder. Hunderttausende Menschen seien durch die Gefechte vertrieben worden.

(B.Izyumov--DTZ)

Empfohlen

Trump: China will bei Straße von Hormus helfen und Iran keine Waffen liefern

Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat China Hilfe bei der Öffnung der Straße von Hormus für Öl- und Gastransporte in Aussicht gestellt. Trump sagte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News laut vorab verbreiteten Auszügen vom Donnerstag, der chinesische Staatschef Xi Jinping habe ihm mit Blick auf die Meerenge gesagt: "Wenn ich in irgendeiner Weise helfen kann, würde ich gerne helfen."

Xi warnt Trump bei Treffen in Peking vor Konflikt wegen Taiwan

Erst ein prunkvoller Empfang, doch dann schnell eine deutliche Warnung aus Peking: Die Taiwan-Frage hat am Donnerstag das Gipfeltreffen von US-Präsident Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking geprägt. Wenn diese "falsch gehandhabt" werde, könnten China und die USA "sogar in einen Konflikt geraten", sagte Xi. Weitere Themen waren der Iran- und der Ukraine-Krieg sowie der Handel zwischen den beiden Großmächten. Trump lud Xi zu einem Gegenbesuch ins Weiße Haus ein.

Israel und Libanon verhandeln in Washington erneut über Frieden

Im Bemühen um eine Friedenslösung zwischen Israel und dem Libanon sind Vertreter der beiden Länder erneut in Washington zusammengekommen. Die dritte Gesprächsrunde seit Verkündung der Feuerpause vor fast einem Monat findet im US-Außenministerium statt, wie Diplomaten am Donnerstag mitteilten. Bei dem letzten Treffen am 23. April hatte Präsident Donald Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen.

Protest gegen Premier: Britischer Gesundheitsminister Streeting tritt zurück

Aus Protest gegen die Amtsführung des britischen Premierministers Keir Starmer hat Gesundheitsminister Wes Streeting am Donnerstag seinen Rücktritt erklärt. Er habe das Vertrauen in Starmers Führung verloren und es sei nun klar, "dass du die Labour-Partei nicht in die nächste Parlamentswahl führen wirst", schrieb Streeting im Onlinedienst X an Starmer gerichtet.

Textgröße ändern: