Deutsche Tageszeitung - Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen

Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen


Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen
Ohne Anhörung in Psychiatrie eingewiesen: Richterin in Niedersachsen freigesprochen / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Einweisung mehrerer Menschen in die geschlossene Psychiatrie ohne vorherige Anhörung ist eine ehemalige Betreuungsrichterin in Niedersachsen vom Vorwurf der Rechtsbeugung freigesprochen worden. Das Landgericht Stade stellte zwar Verfahrensmängel in der Vorgehensweise der 57-Jährigen fest, aber keinen Vorsatz zur Rechtsbeugung, wie eine Gerichtssprecherin am Donnerstag mitteilte. Das Urteil fiel am Mittwoch.

Textgröße ändern:

Die Frau war vor drei Jahren vom Landgericht Stade zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt worden. Die damals zuständige Kammer sah es als erwiesen an, dass die Angeklagte im Rahmen ihrer Tätigkeit als Betreuungsrichterin am Amtsgericht Rotenburg in 15 Fällen vorübergehende oder dauerhafte geschlossene Unterbringungen angeordnet hatte, ohne die Betroffenen persönlich anzuhören.

Auf die Revision der Angeklagten hob der Bundesgerichtshof das Urteil auf und verwies es an eine andere Kammer des Landgerichts Stade zurück. Diese bewertete das Vorgehen nun anders. Auch Staatsanwaltschaft und Verteidigung hatten in dem neuen Verfahren einen Freispruch für die 57-Jährige beantragt.

(M.Travkina--DTZ)

Empfohlen

Trump: China will bei Straße von Hormus helfen und Iran keine Waffen liefern

Nach den Worten von US-Präsident Donald Trump hat China Hilfe bei der Öffnung der Straße von Hormus für Öl- und Gastransporte in Aussicht gestellt. Trump sagte in einem Interview mit dem US-Sender Fox News laut vorab verbreiteten Auszügen vom Donnerstag, der chinesische Staatschef Xi Jinping habe ihm mit Blick auf die Meerenge gesagt: "Wenn ich in irgendeiner Weise helfen kann, würde ich gerne helfen."

Xi warnt Trump bei Treffen in Peking vor Konflikt wegen Taiwan

Erst ein prunkvoller Empfang, doch dann schnell eine deutliche Warnung aus Peking: Die Taiwan-Frage hat am Donnerstag das Gipfeltreffen von US-Präsident Trump mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping in Peking geprägt. Wenn diese "falsch gehandhabt" werde, könnten China und die USA "sogar in einen Konflikt geraten", sagte Xi. Weitere Themen waren der Iran- und der Ukraine-Krieg sowie der Handel zwischen den beiden Großmächten. Trump lud Xi zu einem Gegenbesuch ins Weiße Haus ein.

Israel und Libanon verhandeln in Washington erneut über Frieden

Im Bemühen um eine Friedenslösung zwischen Israel und dem Libanon sind Vertreter der beiden Länder erneut in Washington zusammengekommen. Die dritte Gesprächsrunde seit Verkündung der Feuerpause vor fast einem Monat findet im US-Außenministerium statt, wie Diplomaten am Donnerstag mitteilten. Bei dem letzten Treffen am 23. April hatte Präsident Donald Trump die Unterhändler persönlich im Weißen Haus empfangen.

Protest gegen Premier: Britischer Gesundheitsminister Streeting tritt zurück

Aus Protest gegen die Amtsführung des britischen Premierministers Keir Starmer hat Gesundheitsminister Wes Streeting am Donnerstag seinen Rücktritt erklärt. Er habe das Vertrauen in Starmers Führung verloren und es sei nun klar, "dass du die Labour-Partei nicht in die nächste Parlamentswahl führen wirst", schrieb Streeting im Onlinedienst X an Starmer gerichtet.

Textgröße ändern: