Deutsche Tageszeitung - Drei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine

Drei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine


Drei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine
Drei Tote bei russischen Angriffen auf die Ukraine / Foto: © AFP

Bei russischen Angriffen im Osten und Süden der Ukraine sind nach Behördenangaben drei Menschen getötet worden. Durch einen Drohnenangriff auf ein Fahrzeug, mit dem Zivilisten aus der östlichen Region Donezk in Sicherheit gebracht werden sollten, wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft zwei ältere Frauen tödlich verletzt. Zwei weitere Senioren erlitten ebenfalls Verletzungen.

Textgröße ändern:

In der Region Saporischschja im Süden der Ukraine wurde nach Behördenangaben eine Frau getötet. Zwei weitere Menschen, darunter ein zehnjähriger Junge, seien bei den Angriffen auf Wohnhäuser verletzt worden, erklärte Regionalgouverneur Iwan Fedorow.

Nach ukrainischen Angaben griff Russland die Ukraine in der Nacht mit insgesamt 156 Drohnen an. 133 davon seien abgefangen worden. Im Hafen von Odessa wurden nach Behördenangaben zwei mit Getreide beladene Frachtschiffe bei einem Angriff beschädigt. Zwei Besatzungsmitglieder wurden demnach verletzt.

Die russischen Behörden meldeten derweil ein Todesopfer bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der Grenzregion Belgorod.

Am Samstag wollen sich Unterhändler der Ukraine und der USA laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in den USA treffen, um die ins Stocken geratenen Gespräche über eine Beendigung des russischen Angriffskriegs zu beleben.

Dabei wollen die ukrainischen Unterhändler auf einen Zeitplan für die Fortsetzung der trilateralen Beratungen mit Russland und den USA dringen, sagte Selenskyj am Freitag vor Journalisten. Zudem wollten sie die "gefährliche" Entscheidung der US-Regierung diskutieren, die Sanktionen gegen russische Energielieferungen zu lockern.

In Genf hatte Mitte Februar eine trilaterale Gesprächsrunde mit Vertretern Russlands, der Ukraine und der USA stattgefunden, die allerdings keine konkreten Ergebnisse brachte. Moskau beharrt als Voraussetzung für ein Ende seines seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskriegs auf seiner Forderung, dass die Ukraine die gesamte Donbass-Region abtritt. Kiew lehnt dies strikt ab.

(P.Tomczyk--DTZ)

Empfohlen

Kreml schließt Treffen von Putin und Selenskyj bei G20-Gipfel in Miami aus

Russland schließt ein Treffen von Staatschef Wladimir Putin mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj beim diesjährigen G20-Gipfel in den USA aus. "Das ist unmöglich", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Samstag der Nachrichtenagentur AFP in Neu Delhi. Er bekräftigte Moskaus Position, dass eine solche Begegnung nur in der russischen Hauptstadt stattfinden könne: "Es gibt eine Bereitschaft, ihn (Selenskyj) in Moskau zu treffen."

Zweimal 36 Millionen Pfund: Rechtspopulistische Partei Reform UK erhält Doppel-Rekordspende

Die Partei Reform UK des britischen Rechtspopulisten Nigel Farage hat von zwei Krypto-Unternehmern Parteispenden in Höhe von je 36 Millionen Pfund (rund 42 Millionen Euro) erhalten. Der Unternehmer Christopher Harborne begründete seine Spende laut einem Bericht des "Daily Telegraph" vom Samstag damit, dass die Partei "mehr Geld benötige, als allein durch die Beiträge" ihrer Mitglieder aufgebracht werden könne, um eine Infrastruktur aufzubauen, die es mit den großen Parteien - Labour und Tories - aufnehmen könne.

Zehntausende Menschen protestieren bundesweit gegen Rechtsextremismus und AfD

Eine Woche nach dem Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt haben in Deutschland zehntausende Menschen gegen Rechtsextremismus protestiert. Wie die Kampagnenplattform Campact mitteilte, nahmen am Samstag an Kundgebungen in rund 20 Städten insgesamt fast 150.000 Menschen teil.

Brics-Staaten rufen zu "maximaler Zurückhaltung" in Golfregion auf

Die elf Mitgliedstaaten der sogenannten Brics-Gruppe haben bei einem Gipfel in Indien zu "maximaler Zurückhaltung" in der Golfregion aufgerufen. "Wir bringen unsere tiefe Besorgnis angesichts der anhaltenden Eskalation der Spannungen im Mittleren Osten/in Westasien zum Ausdruck", hieß es in einer am Samstag in Neu Delhi veröffentlichten gemeinsamen Erklärung. An dem zweitägigen Gipfeltreffen nehmen unter anderem Russlands Präsident Wladimir Putin sowie seine Amtskollegen aus dem Iran und China, Massud Peseschkian und Xi Jinping, teil.

Textgröße ändern: